Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Unabhängige Studien von UNICEF und UNESCO zeigen, dass wirtschaftliche Ungleichheit das Wohlbefinden und die Bildungschancen von Kindern weltweit maßgeblich beeinflusst. In 44 untersuchten OECD-Ländern und Ländern mit hohem Einkommen bestehen weiterhin Einkommensunterschiede: Die reichsten 20 Prozent verdienen mehr als fünfmal so viel wie die ärmsten 20 Prozent. Laut UNICEF trägt diese Kluft zu einer schlechteren körperlichen Gesundheit und schlechteren Bildungsergebnissen von Kindern in ungleichen Gesellschaften bei. So ist beispielsweise die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder in den ungleichsten Ländern übergewichtig sind, 1,7-mal höher als bei Gleichaltrigen in Ländern mit größerer sozialer Gleichheit. Übergewicht ist eine Folge ungesunder Ernährung und ausgelassener Mahlzeiten.

Auch der Bildungserfolg spiegelt diese Ungleichheiten wider. Kinder in Ländern mit besonders großer Ungleichheit haben eine 65-prozentige Wahrscheinlichkeit, die Schule ohne grundlegende Lese- und Rechenkenntnisse zu verlassen, verglichen mit 40 Prozent in Ländern mit größerer Chancengleichheit. Innerhalb eines Landes erreichen 15-Jährige aus wohlhabenderen Familien fast doppelt so häufig die grundlegenden Kompetenzstandards wie Gleichaltrige aus ärmeren Familien. UNICEF empfiehlt Regierungen, den Sozialschutz zu verbessern, gezielt in benachteiligte Gebiete zu investieren, die Schulausstattung zu modernisieren und nahrhafte Mahlzeiten in den Schulen anzubieten, um diese Probleme anzugehen.

Der UNESCO-Bericht zur Hochschulbildung stellt fest, dass der Zugang trotz einer mehr als verdoppelten Zahl von Studierenden – von rund 100 Millionen im Jahr 2000 auf 269 Millionen im Jahr 2024 – regional weiterhin ungleich verteilt ist. Etwa 80 Prozent der jungen Menschen in Westeuropa und Nordamerika besuchen Hochschulen, während die Quote in Süd- und Westasien auf 30 Prozent und in Subsahara-Afrika auf lediglich 9 Prozent sinkt. Auch die Abschlussquoten hinken dem Anstieg der Studierendenzahlen hinterher: Die weltweite Abschlussquote stieg nur geringfügig von 22 Prozent im Jahr 2013 auf 27 Prozent im Jahr 2024.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die wachsende Nachfrage nach Hochschulbildung zwar eine Rolle für die Entwicklung spielt, anhaltende Ungleichheiten jedoch den gleichberechtigten Zugang und den erfolgreichen Abschluss weltweit beeinträchtigen.