Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, kündigte an, nach Teneriffa zu reisen, um die Ankunft und Ausschiffung von fast 150 Passagieren und Besatzungsmitgliedern der MV Hondius zu überwachen, einem Schiff, das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffen ist, der drei Todesopfer gefordert hat.

Dr. Tedros wandte sich an die Einwohner Teneriffas und betonte die Notwendigkeit von Ruhe und Solidarität. Er grenzte die Situation von der COVID-19-Pandemie ab und erklärte: „Dies ist kein zweites COVID.“ Er erläuterte, dass es sich bei dem Virus an Bord um den Anden-Stamm des Hantavirus handele, den einzigen bekannten Typ, der von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, versicherte der Öffentlichkeit aber, dass das Risiko weiterhin gering sei.

Die spanischen Behörden haben strenge Maßnahmen ergriffen und das Schiff im Industriehafen von Granadilla, fernab von Wohngebieten, ankern lassen. Die Passagiere werden in versiegelten, bewachten Fahrzeugen durch einen abgesperrten Korridor direkt in ihre Heimatländer gebracht – ein Protokoll, das jeglichen lokalen Kontakt verhindern soll.

Die WHO wurde gemäß den Internationalen Gesundheitsvorschriften eingeschaltet, die vorschreiben, dass der nächstgelegene, entsprechend ausgestattete Hafen in solchen Gesundheitsnotfällen Hilfe leisten muss. Die Passagiere stammen aus 23 Ländern und befinden sich seit mehreren Wochen auf See, nachdem der erste wahrscheinliche Fall – ein Passagier, der durch Südamerika reiste und an Bord verstarb – aufgetreten war.

Dr. Tedros lobte den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und die Einwohner Teneriffas für ihre Reaktion und hob ihre medizinischen Kapazitäten, ihre Infrastruktur und ihre Menschlichkeit bei der Bewältigung dieser internationalen gesundheitlichen Herausforderung hervor.