Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Der Ausbruch des Ebola-Bundibugyo-Virus im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) breitet sich geografisch aus. Fälle treten vorwiegend in der Provinz Ituri auf und sind nun auch in Nord- und Süd-Kivu zu verzeichnen. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte, dass Unsicherheit, Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und Bevölkerungsbewegungen die Bemühungen zur Kontaktverfolgung und Isolierung von Infizierten erschweren.
Die Demokratische Republik Kongo meldete fast 1.000 Verdachtsfälle von Ebola und über 220 mutmaßliche Todesfälle, wobei bisher nur ein Todesfall labortechnisch bestätigt wurde. Uganda meldete sieben bestätigte Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch, darunter zwei Angehörige des Gesundheitspersonals und einen bestätigten Todesfall.
Der Ausbruch ereignet sich in einer instabilen Region, die von Konflikten bewaffneter Gruppen, darunter die Allied Democratic Forces, die CODECO-Milizen und die von Ruanda unterstützte M23, betroffen ist. Diese Konflikte haben zu Angriffen auf Dörfer, Gesundheitseinrichtungen und Binnenvertriebene geführt, was zivile Opfer zur Folge hatte und den humanitären Zugang sowie die Versorgung mit lebenswichtigen Dienstleistungen behinderte.
Die von den Vereinten Nationen unterstützte Analyse zur integrierten Phasenklassifizierung der Ernährungssicherheit (IPC) schätzt, dass in den Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu und Tanganyika von Januar bis Juni 2026 fast 10 Millionen Menschen akuten Hunger leiden werden. Landesweit sind in der Demokratischen Republik Kongo etwa 26,5 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Die WHO betonte, dass die gleichzeitigen Hunger- und Krankheitskrisen die Bekämpfung des Ausbruchs erschweren.