Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Professor Andy Jones, der bereits mit Athleten wie Eliud Kipchoge und Paula Radcliffe zusammengearbeitet hat, erläuterte die physiologischen Anforderungen der Ausdauerwettbewerbe bei der Ultimate-Weltmeisterschaft der Leichtathletik: 800 m, 1500 m und 5000 m. Er erklärte, dass diese Läufe überwiegend aerob seien, wobei beim 800-m-Lauf aerobe und anaerobe Energiesysteme nahezu gleich stark beansprucht würden. Der 800-m- und der 1500-m-Lauf ähnelten sich hinsichtlich des Energiebedarfs stärker als dem 5000-m-Lauf.
Jones stellte fest, dass Athleten mit zunehmender Wettkampfdistanz tendenziell leichter sind, eine geringere Muskelmasse aufweisen und höhere VO2max-Werte haben. Dies steht im Gegensatz zum 800-Meter-Lauf, bei dem Athleten oft über eine größere Muskelmasse verfügen, um das Gleichgewicht zwischen aerober und anaerober Belastung zu gewährleisten.
Die Trainingspläne variieren je nach Distanz; längere Läufe erfordern ein höheres wöchentliches Laufpensum. So können 5000-Meter-Läufer in ihrer Hochphase über 110 Kilometer pro Woche zurücklegen. Ergänzendes Training kann auch Aktivitäten wie Radfahren und Schwimmen umfassen, um Schnelligkeit und Ausdauer zu verbessern.
Die Renntaktiken unterscheiden sich bei Meisterschaften deutlich von denen der Diamond League, wo Tempomacher eingesetzt werden. Ohne Tempomacher müssen Läufer, die ein hohes Tempo anstreben, früh die Führung übernehmen und einen höheren Luftwiderstand in Kauf nehmen, was den nachfolgenden Läufern zugutekommt. Der Luftwiderstand beeinflusst sowohl längere als auch kürzere Distanzen wie die 800 Meter, wo hohe Geschwindigkeiten den Luftwiderstand erhöhen, eine Führung aber das Stolperrisiko verringern kann.
Jones' Analyse der 800-Meter- und 5000-Meter-Läufe der Olympischen Spiele 2000 in Sydney zeigte, dass die Sieger nicht immer die Schnellsten in Bezug auf die Durchschnittsgeschwindigkeit waren, sondern diejenigen, die die kürzeste effektive Distanz zurücklegten. Dies unterstreicht die Bedeutung einer effizienten Positionierung und der Minimierung zusätzlicher zurückgelegter Distanzen.