Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Forscher haben über 1.000 verschiedene Arten von Geruchsrezeptoren in der Mäusenase kartiert und dabei ein bisher unbekanntes, systematisches Muster entdeckt. Die Studie wurde von zwei unabhängigen Teams unter der Leitung der Harvard University und der Harvard Medical School durchgeführt und am 28. April 2026 in der Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht.
Die Forschungsteams kombinierten Einzelzell-RNA-Sequenzierung, die die Genexpression in einzelnen Zellen identifiziert, mit räumlicher Transkriptomik, die die Lage und Orientierung von Rezeptoren im Gewebe kartiert. Dies ermöglichte die Untersuchung von Millionen geruchsbezogener Neuronen aus Hunderten von Mäusen im dreidimensionalen Raum.
Entgegen früheren Annahmen, dass geruchsempfindliche Neuronen zufällig in weitläufigen Nasenregionen verteilt seien, zeigte die Analyse, dass Neuronen mit ähnlichen Geruchsrezeptoren in dichten horizontalen Streifen angeordnet sind. Diese räumliche Organisation trägt zu einem besseren Verständnis der Wahrnehmung und Weiterleitung von Geruchssignalen an das Gehirn bei.
Der Geruchssinn ist für das Verhalten und die Gesundheit von Tieren von entscheidender Bedeutung, unter anderem für die Nahrungsauswahl, die Gefahrenerkennung und soziale Interaktionen. Diese neue Rezeptorkarte könnte zu verbesserten Therapien für Tiere führen, die ihren Geruchssinn verloren haben.