Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Die Regierung Kameruns setzt mit Unterstützung der UNESCO Zentralafrika und der Finanzierung durch das mehrjährige Resilienzprogramm „Education Cannot Wait“ die Nationale Politik für inklusive Bildung (PNEI) um, um sicherzustellen, dass kein Lernender zurückgelassen wird.
Laut der fünften kamerunischen Haushaltsbefragung (ECAM 5) gingen im Schuljahr 2020/21 rund 2.932.576 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 4 bis 18 Jahren nicht zur Schule. Fast die Hälfte der Fünfjährigen war vom Vorschulbesuch ausgeschlossen: 419.228 Kinder (47,8 %) nahmen nicht an frühkindlichen Bildungsangeboten teil. Im Primarbereich waren 1.014.644 Kinder (20,4 %) im Alter von 6 bis 11 Jahren nicht eingeschult. In der Sekundarstufe I waren 401.348 Jugendliche (15,5 %) und in der Sekundarstufe II 517.751 Jugendliche (32,2 %) vom Schulbesuch ausgeschlossen. Viele Schülerinnen und Schüler waren zu alt für die Schule, was ein bekanntes Risiko für Schulabbrüche darstellt: 9,4 % in der Primarstufe, 15,6 % in der Sekundarstufe I und 25,6 % in der Sekundarstufe II.
Als Reaktion darauf wurde bei einer offiziellen Zeremonie in Yaoundé eine nationale Studie über Kinder und Jugendliche außerhalb des Schulsystems vorgestellt, die von Ausgrenzung bedroht sind.
Im Anschluss daran veranstaltete die Stadt Kribi vom 15. bis 19. Juni 2026 einen Strategieworkshop, an dem über 60 Experten aus Ministerien, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Fachbehörden teilnahmen. Im Mittelpunkt des Workshops stand die Entwicklung eines Rechtsrahmens zur Festlegung von Kriterien und Verfahren für die medizinische, pädagogische und soziale Unterstützung von Menschen mit Behinderungen in Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen.