Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) berichtete, dass im Jahr 2025 907 humanitäre Helfer Opfer von Gewalt wurden, darunter 350 Todesopfer – die zweithöchste jemals verzeichnete Zahl. Obwohl die Zahl der Todesfälle im Vergleich zu den Vorjahren zurückging, bleibt sie historisch hoch. Verletzungen und Entführungen stellen weiterhin eine ernsthafte Bedrohung dar: Laut der von der australischen und kanadischen Regierung finanzierten Datenbank zur Sicherheit humanitärer Helfer von Humanitarian Outcomes wurden im Jahr 2025 322 Helfer verletzt und 235 entführt. Diese Gewalt setzte sich auch im Jahr 2026 fort; weltweit wurden bisher 82 Menschen getötet, 97 verletzt und 39 entführt.
Gaza war 2025 das dritte Jahr in Folge das gefährlichste Einsatzgebiet für humanitäre Helfer; 186 Menschen wurden getötet, 68 % davon durch Luftangriffe. Im Sudan stieg die Zahl der Todesopfer das fünfte Jahr in Folge an; mit 71 Toten wurde ein Rekordwert erreicht, hauptsächlich durch Kleinwaffenfeuer. Weitere Regionen mit erheblicher Unsicherheit waren die Ukraine, Äthiopien, Syrien, Haiti, Tschad und Kamerun, wo Entführungen und Luftangriffe an der Tagesordnung waren.
Am Welttag der humanitären Hilfe hob UN-Generalsekretär António Guterres die zunehmenden Bedrohungen für humanitäre Helfer hervor, darunter Desinformation, Kürzungen der Finanzmittel und eingeschränkter Zugang zu Hilfsgütern. Er gedachte der im Konflikt Getöteten, wie beispielsweise der 22 UN-Mitarbeiter, die vor 23 Jahren in Bagdad getötet wurden, und rief die humanitären Helfer dazu auf, ihre Werte hochzuhalten.
Tom Fletcher, UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfe, wies darauf hin, dass in den vergangenen drei Jahren über 1.000 Helfer getötet wurden – eine Situation, die er als inakzeptabel bezeichnete. Er forderte die Mitgliedstaaten nachdrücklich auf, das humanitäre Völkerrecht konsequent durchzusetzen und Verstöße zur Rechenschaft zu ziehen, um Helfer und Zivilisten zu schützen.
Humanitäre Organisationen stehen zudem vor neuen Herausforderungen durch den Aufstieg preiswerter und anpassungsfähiger bewaffneter Drohnen, die die tödlichen Fähigkeiten für mehr Konfliktakteure erhöhen.