Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die stellvertretende UN-Generalsekretärin Amina J. Mohammed erklärte, dass die Bodendegradation bis zu 40 Prozent der Landfläche des Planeten betrifft und damit die globale Nahrungsmittelproduktion und die Lebensgrundlagen gefährdet. Zudem hätten Dürren seit dem Jahr 2000 an Häufigkeit und Dauer zugenommen.

In ihrer Rede auf der Konferenz der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) in Ulaanbaatar, Mongolei, wies Frau Mohammed auf eine erhebliche Finanzierungslücke hin: Während jährlich 355 Milliarden US-Dollar für die Wiederherstellung von Land benötigt werden, belaufen sich die aktuellen Investitionen auf lediglich rund 77 Milliarden US-Dollar. Die Kosten des Nichtstuns könnten sich auf 878 Milliarden US-Dollar pro Jahr belaufen.

Sie betonte, dass Investitionen in die Renaturierung von Land auch wirtschaftlich unerlässlich seien und schätzte, dass die Renaturierung jährliche Vorteile in Höhe von 1,8 Billionen US-Dollar bringen und einen Ertrag von 7 bis 30 US-Dollar pro investiertem Dollar erzielen könnte. Gesundes Land wird als produktives Kapital beschrieben, einschließlich Boden, Wassereinzugsgebiete und Weideflächen.

Die stellvertretende Leiterin appellierte an die Regierungen, über isolierte Projekte hinauszugehen und nationale Pläne mit gesicherten Ressourcen umzusetzen, anstatt die Länder auf die individuelle Suche nach Finanzierung zu überlassen. Sie forderte Subventionsreformen, die Integration von Landnutzungs- und Dürreresilienz in die Finanzplanung und ermutigte multilaterale Entwicklungsbanken, private Investitionen durch Garantien, zinsgünstige Finanzierungen und andere Instrumente zu fördern, wobei der Schwerpunkt auf Kleinbauern und lokalen Unternehmen liegen sollte.