Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Ein massiver Hangrutsch im Himalaya löste am Mittwochmorgen eine verheerende Flutkatastrophe aus. Seismische Messgeräte hielten das Ereignis zunächst fälschlicherweise für ein Erdbeben der Stärke 5,2. Ursache der Katastrophe war ein Felssturz unter einem Gletscher, der etwa 1200 Meter Eis und Gestein in Richtung Talboden schleuderte und Wasser, Sedimente und Geröll in den darunterliegenden Fluss entlang einer der wichtigsten Handelsrouten Nepals nach China spülte.
Der Einsturz löste eine verheerende Kettenreaktion flussabwärts aus, wobei der Wasserstand an den Messstationen innerhalb einer halben Stunde um bis zu neun Meter anstieg. Die Überschwemmungen forderten in Nepal und Tibet mehr als 500 Todesopfer und ließen über 1.500 Menschen, darunter viele ausländische Staatsangehörige, vermisst werden.
Dr. Dipesh Chapagain, ein Klimaforscher, der ursprünglich aus Ostnepal stammt und nun an der Universität der Vereinten Nationen in Bonn tätig ist, erklärte, die Katastrophe verdeutliche die zunehmenden Gefahren, die von der sich verändernden Landschaft des Himalaya ausgehen. Er merkte an, dass solche Risiken für frühere Generationen keine große Rolle spielten, nun aber häufiger und intensiver auftreten.
Experten rekonstruieren den genauen Ablauf der Ereignisse, doch Satellitenbilder deuten darauf hin, dass ein katastrophales Gletscher-Fels-Versagen der Auslöser war. Im Gegensatz zu typischen Gletscherseeausbrüchen zeigen aktuelle Forschungsergebnisse des Global Mountain Safeguard Research Programme (GLOMOS), dass diese Ereignisse seit 1950 um etwa das Fünffache zugenommen haben.