Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) hat die Globale Allianz für Menschenrechte ins Leben gerufen, ein breites Bündnis, das die Menschenrechte angesichts weltweiter Konflikte, zunehmender Ungleichheit und des sich beschleunigenden Klimawandels in den Mittelpunkt der Entscheidungsfindung rücken will. Die Initiative wurde in Genf von UN-Hochkommissar Volker Türk vorgestellt, der die Welt als „in Unordnung“ beschrieb und betonte, dass Menschenrechte allen Menschen überall auf der Welt angeboren sind.
Die Allianz hat sich zum Ziel gesetzt, ein breites Spektrum an Akteuren zusammenzubringen, darunter Regierungen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Städte, Religionsvertreter, Künstler, Wissenschaftler und junge Menschen. Sie basiert auf drei Prinzipien: Visionen entwickeln, Dialog führen und handeln, mit dem Ziel, die sektorübergreifende Zusammenarbeit zu fördern.
Laut dem Konzeptpapier der Allianz steht das Menschenrechtssystem unter beispiellosem Druck: Viele Verstöße bleiben ungestraft, der zivilgesellschaftliche Raum schrumpft, einige Staaten ziehen sich aus multilateralen Verpflichtungen zurück, und eine gravierende Unterfinanzierung bedroht das gesamte System.
Zu den geplanten Initiativen gehören ein globaler Helpdesk für Wirtschaft und Menschenrechte, ein RightsX-Gipfel mit Schwerpunkt auf digitaler Innovation sowie das Programm „Menschenrechte in jedem Klassenzimmer“, das die Menschenrechtsbildung in allen Schulstufen integrieren soll. Die Allianz hat sich zum Ziel gesetzt, das Netzwerk der „Menschenrechtsstädte“ von 104 auf 1.000 weltweit auszubauen.
Türk betonte, wie wichtig es sei, den Opfern von Menschenrechtsverletzungen, darunter den Betroffenen der Konflikte in der Ukraine, im Gazastreifen, im Libanon, in Myanmar, im Sudan und in Haiti, eine Stimme zu geben. Er sprach auch den Einfluss großer Technologiekonzerne an und forderte, dass Menschenrechte deren finanzielle und politische Macht leiten und regulieren sollten.
Die Allianz ist als langfristige Initiative und nicht als zeitlich begrenzte Kampagne angelegt. Ihr dreijähriger Meilenstein fällt mit dem 80. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 2028 zusammen. Um die Entwicklung zu überwachen und Prioritäten zu setzen, wird jährlich an diesem Datum ein globales Menschenrechtsforum der Allianz einberufen. Genf wurde aufgrund seiner zahlreichen Menschenrechtsinstitutionen als Zentrum der Initiative gewählt, die Allianz strebt jedoch eine Präsenz überall dort an, wo Menschenrechte verteidigt werden.