Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) kann bei Kindern zu Problemen mit der Konzentration, dem Stillsitzen oder der Impulskontrolle führen. Die Symptome bestehen oft bis ins Erwachsenenalter fort und äußern sich manchmal eher in Unruhe als in offener Hyperaktivität.
Die Diagnose von ADHS erfordert ein sorgfältiges Vorgehen, um andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen, wie beispielsweise Angststörungen, Depressionen oder Lernschwierigkeiten, auszuschließen. Die Diagnose basiert in der Regel auf dem Fortbestehen der Symptome über einen längeren Zeitraum und ihrem Auftreten in verschiedenen Umgebungen, wie beispielsweise zu Hause und in der Schule.
Die Behandlung kombiniert häufig Medikamente und Therapie, um die Symptome zu lindern und unterstützende Routinen zu etablieren. Auch Eltern können von einem Verhaltenstraining profitieren, um ihren Kindern zu helfen.
Da ADHS familiär gehäuft auftreten kann, fällt es Eltern mit ADHS oft schwer, die in Schulungen erlernten Strategien konsequent umzusetzen. Ein Forschungsprojekt unter der Leitung von Dr. Lauren Friedman an der Arizona State University untersucht daher Möglichkeiten, diese Familien besser zu unterstützen, indem Eltern neben gängigen Verhaltensmanagementtechniken auch Organisations- und Zeitmanagementfähigkeiten vermittelt werden.
In der Studie von Friedman wird außerdem eine Smartphone-App getestet, die Eltern daran erinnern soll, Verhaltensmanagementstrategien konsequent anzuwenden, mit dem Ziel, die Ergebnisse sowohl für Eltern als auch für Kinder mit ADHS zu verbessern.