Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Forscher, die von den National Institutes of Health gefördert wurden, entwickelten gentechnisch veränderte Escherichia coli-Bakterien, um den Proteintransfer zwischen Bakterienzellen und dessen Zusammenhang mit dem Überleben von Bakterien gegenüber Antibiotika zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden am 25. Juni 2026 in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

Sie erzeugten zwei Bakterienarten: Spenderbakterien, die ein spezifisches Protein produzierten, das Empfängerbakterien zur Verstoffwechselung eines Zuckers benötigten. Dies ermöglichte die Erkennung des Zeitpunkts der Proteinübertragung.

Es wurde festgestellt, dass Spenderbakterien Proteine ​​in winzigen Bläschen, sogenannten Vesikeln, freisetzen, die von Empfängerbakterien aufgenommen werden können. Dieser Prozess tritt häufiger auf, wenn Bakterien Antibiotika ausgesetzt sind.

Die Exposition gegenüber Antibiotika löste bei den Spenderbakterien eine Stressreaktion aus, die ein System aktivierte, das die Bakterien veranlasste, Proteine ​​in Vesikeln zu verpacken und freizusetzen. Die Empfängerbakterien verfielen in einen Ruhezustand und nahmen diese proteinbeladenen Vesikel mit höherer Wahrscheinlichkeit auf.

Empfängerbakterien, die Vesikeln von Spenderbakterien ausgesetzt waren, zeigten unter Antibiotikabehandlung höhere Überlebensraten als solche, die keine Vesikel erhielten. Dies belegt einen Überlebensvorteil durch den Austausch von Proteinen.

Weitere Experimente identifizierten verschiedene Gene und Moleküle, die an diesem Proteintransfermechanismus beteiligt sind. Forscher vermuten, dass Antibiotika eine Aufspaltung der Bakterienpopulationen in Donor- und Empfängergruppen bewirken und so das Überleben durch vesikelvermittelten Proteinaustausch erleichtern.