Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Auf der 79. Weltgesundheitsversammlung einigten sich die Mitgliedstaaten auf die Einrichtung eines gemeinsamen Prozesses unter ihrer Führung und unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit globalen Gesundheitspartnern. Ziel dieser Initiative ist die Reform der globalen Gesundheitsarchitektur, um den Bedürfnissen von Ländern und Gemeinschaften besser gerecht zu werden und gleichzeitig Zugang, Wirkung und Gerechtigkeit zu maximieren.

Der Prozess baut auf bestehenden Reforminitiativen und der UN80-Initiative auf. Die Mitgliedstaaten brachten ihre starke Unterstützung für die zentrale Rolle der WHO als Koordinator und Normgeber zum Ausdruck und betonten, dass der Prozess zwar von den Mitgliedstaaten geleitet werde, aber die Zusammenarbeit mit globalen Gesundheitsinitiativen, Partnern der Vereinten Nationen sowie die aktive Einbindung der Zivilgesellschaft und der Jugend umfassen solle.

Die Versammlung würdigte die Fortschritte, die die gegenwärtige globale Gesundheitsarchitektur in Bereichen wie Krankheitsbekämpfung, globalen Normen und Standards sowie Maßnahmen gegen grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren erzielt hat. Es wurde jedoch festgestellt, dass die Architektur mit Veränderungen wie der erweiterten nationalen Gesundheitssouveränität, regionalen Kapazitäten, der sich verändernden Krankheitslast, wissenschaftlichen Fortschritten, KI, digitalen Technologien und Kürzungen der Gesundheitsfinanzierung nicht Schritt gehalten hat.

Die Mitgliedstaaten erkannten auch an, dass die wachsende Zahl von Akteuren im Gesundheitswesen die Komplexität erhöht hat, was zu Machtungleichgewichten, Fragmentierung und Doppelarbeit führt, die sich auf die nationale Eigenverantwortung und Führung auswirken.

Die Weltgesundheitsversammlung ersuchte den Generaldirektor der WHO, der nächsten Weltgesundheitsversammlung einen Abschlussbericht mit Empfehlungen zur Umgestaltung der globalen Gesundheitsarchitektur vorzulegen.

Die Versammlung befasste sich separat mit Vorschlägen zur Mitteilung Argentiniens über den Austritt aus der WHO. Nach Beratungen wurde im Konsens ein Kompromisstext vereinbart, der Argentiniens Mitteilung zur Kenntnis nahm und die Offenheit der WHO für eine künftige Zusammenarbeit mit Argentinien bekräftigte.