Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Forscher untersuchten, wie Lungentumore zur Kachexie beitragen, einem Syndrom, das durch Appetitlosigkeit und den Abbau von Muskel- und Fettgewebe gekennzeichnet ist. Diese Erkrankung tritt häufig bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen wie Lungenkrebs auf und kann die Lebensqualität und die Überlebenszeit verkürzen.

Die am 2. Juli 2026 in Science veröffentlichte Studie untersuchte drei genetische Subtypen von Lungenkrebs in Mausmodellen. Die Tumore wuchsen in allen Modellen ähnlich, doch nur Mäuse mit einer Mutation im Lkb1-Gen zeigten Kachexie-Symptome wie verminderte Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme sowie reduzierte Aktivität. Diese Mäuse nahmen unter einer fettreichen Ernährung nicht an Gewicht zu; im Gegenteil, die Kachexie verschlimmerte sich und die Signalgebung in Hirnregionen, die den Appetit hemmen, verstärkte sich.

Forscher fanden heraus, dass Mäuse mit der Lkb1-Mutation bei fettreicher Ernährung höhere Konzentrationen von Signalmolekülen wie Prostaglandin E2 (PGE2) in der Lunge aufwiesen. PGE2 steht in Zusammenhang mit Lungenentzündungen und war auch bei Menschen mit Kachexie nach Lungenkrebs erhöht. Weitere Experimente zeigten, dass eine Senkung des PGE2-Spiegels, entweder durch entzündungshemmende Medikamente oder durch Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung, die Kachexie-Symptome bei Mäusen linderte.

Die Studie zeigte außerdem, dass sensorische Fasern des Vagusnervs, die die Lunge mit dem Gehirn verbinden, Kachexie begünstigen können. Wurden diese Nervenfasern in der Lunge entfernt, fraßen Mäuse mit der Lkb1-Mutation trotz ihrer Erkrankung normaler.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Lungentumore Kachexie auslösen können, indem sie über den Vagusnerv Signale an das Gehirn senden und so den Appetit, insbesondere bei fettreicher Ernährung, reduzieren. Die Ergebnisse könnten, vorbehaltlich weiterer Studien, dazu beitragen, zukünftige Strategien zur Verbesserung der Ernährung und der Behandlungsergebnisse von Krebspatienten zu entwickeln.