Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Die klinische Studie PARTNERS (Platform Adaptive Randomised Trial for New and Repurposed Filovirus TreatmentS) hat in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) mit der Rekrutierung von Patienten mit Ebola-Erkrankung durch das Bundibugyo-Virus (BVD) begonnen. Ziel der Studie ist es, die Wirksamkeit zweier antiviraler Therapien – eines monoklonalen Antikörpers namens MBP134 und des antiviralen Medikaments Remdesivir – sowohl einzeln als auch in Kombination zu untersuchen, um festzustellen, ob sie die Überlebensrate von Menschen mit BVD verbessern.
Die Initiative wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gefördert und vom Nationalen Institut für Biomedizinische Forschung (INRB) der Demokratischen Republik Kongo, dem Institut für Tropenmedizin in Belgien und der Universität Oxford in Großbritannien koordiniert. Sie umfasst internationale Forschungs-, Klinik- und humanitäre Partner und wird vom Africa CDC unterstützt.
Seit Ausbruch der Krankheit wurden in der Demokratischen Republik Kongo über 1.400 Menschen mit der Bundibugyo-Virus-Krankheit (BVD) diagnostiziert. Knapp 210 Menschen sind genesen, und es wurden rund 440 Todesfälle gemeldet. Während es für andere Ebola-Virus-Erkrankungen wirksame Therapien gibt, stehen derzeit keine speziell für die Bundibugyo-Virus-Krankheit zugelassenen Behandlungen zur Verfügung.
Die getesteten antiviralen Therapien wurden von der Technischen Beratungsgruppe der WHO auf Grundlage einer umfassenden Bewertung wissenschaftlicher Erkenntnisse ausgewählt, darunter präklinische Studien, Sicherheitsdaten und Informationen aus früheren Ausbruchsbekämpfungsmaßnahmen. Die Studienteilnehmer werden nach ihrer Aufnahme in die Studie mindestens 28 Tage lang engmaschig nachbeobachtet.
Die PARTNERS-Studie ist als Plattformstudie konzipiert, die es ermöglicht, weitere Behandlungen einzubeziehen und zu bewerten, sobald diese verfügbar sind und von der Technischen Beratungsgruppe der WHO geprüft wurden. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte, dass, obwohl einige Genesungen auch ohne zugelassene Therapien eintreten, sichere und wirksame Behandlungen die Überlebenschancen deutlich verbessern würden. Er beschrieb die PARTNERS-Studie als ein schnelles, gemeinschaftliches wissenschaftliches Projekt, das Hoffnung auf praktische Lösungen für betroffene Gemeinschaften bietet.