Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Der Präsident der Vereinigten Staaten erließ eine Proklamation gemäß Abschnitt 338 des Zollgesetzes von 1930, mit der er zusätzliche Zölle zur Kompensation von Nachteilen durch ausländische Diskriminierung des US-Handels genehmigte. In der Proklamation heißt es, dass kanadische Provinzen und Territorien US-amerikanische alkoholische Getränke im Vergleich zu solchen aus anderen Ländern unangemessen stark besteuert hätten.

Seit März 2025 haben alle kanadischen Provinzen und Territorien den Kauf, Vertrieb und Einzelhandel mit alkoholischen Getränken aus den USA untersagt. So stoppte beispielsweise die Liquor Control Board of Ontario den Ankauf von US-Produkten, stornierte Bestellungen, wo möglich, und entfernte diese Artikel aus den Geschäften und Online-Shops. Auch Québec wies seine Société des Alcools an, US-Produkte aus den Regalen zu nehmen und die Belieferung von Einzelhandel und Gastronomie einzustellen. Alberta und Saskatchewan hoben diese Verbote im Juni 2025 auf.

Infolge dieser Maßnahmen sanken die US-Exporte alkoholischer Getränke nach Kanada im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (März 2025 bis Februar 2026) um etwa 81 Prozent, von rund 718 Millionen US-Dollar auf 137 Millionen US-Dollar. Für alkoholische Getränke aus anderen Ländern wurden keine vergleichbaren Verbote verhängt, was US-Produkte und -Unternehmen benachteiligt.

Als Reaktion darauf verkündete der Präsident neue Zölle auf kanadische Importe, um diese diskriminierende Auswirkung auf den US-Handel auszugleichen.