Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Der globale Bildungsfonds der Vereinten Nationen hat eine Initiative im Wert von 22 Millionen US-Dollar ins Leben gerufen, um rund 200.000 Kindern im Sudan inmitten des andauernden Bürgerkriegs den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Das Programm konzentriert sich auf die drei am stärksten vom Konflikt betroffenen Bundesstaaten West-Darfur, Süd-Kordofan und Gedaref und hat zum Ziel, Kindern in diesen Regionen eine sichere, qualitativ hochwertige und inklusive Bildung zu ermöglichen.

Die federführende Organisation des Fonds, „Education Cannot Wait“, betonte, dass Bildung entscheidend für den Schutz von Kindern und die Unterstützung der Erholung sei. Die Initiative zielt nicht nur darauf ab, die Schulen wieder zu öffnen, sondern Kindern auch zu helfen, ein Gefühl von Sicherheit und Normalität zurückzugewinnen und gleichzeitig die Krisenfestigkeit der Bildungssysteme zu stärken.

Seit Beginn des Konflikts im April 2023 steht Sudan vor enormen humanitären Herausforderungen: 14 Millionen Menschen sind vertrieben, und 33,7 Millionen sind auf Hilfe angewiesen. Von den 17 Millionen Kindern im schulpflichtigen Alter gehen mindestens acht Millionen derzeit nicht zur Schule. Viele Schulen sind geschlossen, und manche Kinder haben fast 500 Schultage verpasst.

Dieses dreijährige Programm konzentriert sich vorrangig auf die von der Krise am stärksten betroffenen Kinder, darunter Binnenvertriebene, Geflüchtete und Kinder aus besonders schutzbedürftigen Aufnahmegemeinden. Mindestens 60 Prozent der Teilnehmenden sind Mädchen und 10 Prozent Kinder mit Behinderungen. Zu den Kernbestandteilen gehören die Schaffung sicherer Lernumgebungen, die Bereitstellung von psychologischer und psychosozialer Unterstützung, die Stärkung der Kompetenzen von Lehrkräften, die Verbesserung des Zugangs zu Lernmaterialien und der Abbau von Barrieren für Mädchen und Kinder mit Behinderungen.

Die Umsetzung wird von Save the Children in Zusammenarbeit mit Plan International, Lakarmissionen International und lokalen Partnern wie Alsalam Organisation for Relief and Development und Sadagaat geleitet. Laut einem Halbjahresbericht von UNICEF sind in Darfur 81 Prozent der Schulen weiterhin geschlossen, 70 Prozent der Kinder gehen nicht zur Schule und 5,8 Prozent der Schulen werden als Notunterkünfte genutzt. Schulen wurden im Laufe des Jahres auch direkt angegriffen.