Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Der UN-Sicherheitsrat hielt eine Sitzung ab, die sich mit der prekären Lage im Gazastreifen und im Westjordanland angesichts der anhaltenden regionalen Spannungen und der brüchigen Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas vom Oktober 2025 befasste. Der Rat prüfte aktuelle Berichte über Gewalt und humanitäre Lage in den besetzten palästinensischen Gebieten, wo israelische Militäraktivitäten, der Siedlungsausbau und die Gewalt von Siedlern weiterhin zu Vertreibung und eingeschränktem Zugang zu lebenswichtigen Dienstleistungen führen, wie das UN-Hilfswerk OCHA mitteilte.

Seit dem Waffenstillstand wurden 1.180 Palästinenser im Gazastreifen getötet, darunter 59 innerhalb einer Woche im Juli. Im Westjordanland starben bis zum 20. Juli 18 Menschen durch Angriffe von Siedlern und andere Vorfälle. Das Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) berichtete außerdem, dass 1,2 Millionen Menschen im Gazastreifen, etwa 59 Prozent der Bevölkerung, von akutem Hunger betroffen sind und sich die Ernährungslage in den kommenden Monaten voraussichtlich noch verschärfen wird.

Gesundheitsanalysen des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) zeigen besorgniserregende Trends in der Müttergesundheit im Gazastreifen für das erste Halbjahr 2026 auf. Dazu gehören fast 4.000 Fehlgeburten, eine hohe Rate schwerer mütterlicher Erkrankungen und mehr als 57 Prozent der Schwangeren, die an Anämie leiden. Eine Studie des UNFPA zielt darauf ab, die beitragenden Faktoren und Hindernisse für die Gesundheitsversorgung zu ermitteln.

Dank der vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen unterstützten Maßnahmen konnten in Gaza fast 630.000 Tonnen Schutt von Straßen und wichtiger Infrastruktur entfernt werden. Dies ist jedoch nur ein Bruchteil der geschätzten 60 Millionen Tonnen, die nach den massiven Schäden durch israelische Angriffe und Sprengungen seit 2023 noch immer vorhanden sind.