Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Eine unabhängige UN-Menschenrechtsexpertin hat die britischen Politiker dringend aufgefordert, die Umsetzung des Urteils des Obersten Gerichtshofs zu unterstützen, das das rechtliche Geschlecht anhand biologischer Merkmale und nicht anhand der Geschlechtsidentität definiert. Sie warnte davor, dass ein Widerstand gegen die aktualisierten Gleichstellungsrichtlinien den Schutz von Frauen und Mädchen schwächen könnte. Reem Alsalem, Sonderberichterstatterin des UN-Menschenrechtsrats für Gewalt gegen Frauen und Mädchen, äußerte sich besorgt über die Kritik am Entwurf des Verhaltenskodex der Kommission für Gleichstellung und Menschenrechte (EHRC), der am 21. Mai 2026 veröffentlicht wurde. Dieser Kodex beschreibt, wie Organisationen das Urteil in der Praxis anwenden sollen, einschließlich Bestimmungen für geschlechtergetrennte Räume und Dienstleistungen auf Grundlage des biologischen Geschlechts.

Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom April 2025, die mit dem Gleichstellungsgesetz von 2010 übereinstimmt, stellte klar, dass die rechtliche Definition von „Geschlecht“ sich auf das biologische Geschlecht bezieht. Dies betrifft Bereiche wie den Zugang zu Umkleideräumen, Krankenhausstationen und Frauenhäusern. Die Entscheidung löste eine Debatte über das richtige Verhältnis zwischen dem Schutz von Frauenrechten und der Inklusion von Transgender-Personen aus. Befürworter argumentieren, das Urteil schaffe Rechtssicherheit und stärke den Schutz von Frauenräumen, während Kritiker warnen, es könne Transgender-Personen ausschließen oder diskriminieren.

Alsalem betonte die Fragilität des Schutzes von Frauenrechten und hob hervor, wie leicht das Recht auf Sicherheit, Privatsphäre und Würde in Frage gestellt werden kann. Sie unterstrich, dass geschlechtergetrennte Räume unerlässliche Schutzmaßnahmen für Frauen und Mädchen darstellen, insbesondere zum Schutz vor Gewalt durch Männer, und verwies auf internationales Menschenrechtsrecht, das geschlechtsbezogene Maßnahmen zur Verfolgung eines legitimen Ziels und zur Gewährleistung der Gleichberechtigung erlaubt.

Die Expertin ging auch auf Debatten über Fragen zum Geschlecht einer Person ein und betonte, dass das Geschlecht in vielen rechtlichen und sozialen Kontexten, einschließlich geschlechtergetrennter Bereiche, ein objektives und relevantes Merkmal sei. Sie merkte an, dass verhältnismäßige Fragen mitunter notwendig sein könnten, um die Einhaltung der Gesetze zu gewährleisten.