Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Die UN-Interimstruppe im Libanon (UNIFIL) meldet einen Rückgang der Gewalt und des Feuergefechts zwischen israelischen Streitkräften und Hisbollah-Kämpfern im Südlibanon, wo die Kampfhandlungen zu Beginn der aktuellen Krise ausbrachen. Dies geschieht inmitten anhaltender regionaler Spannungen im Nahen Osten und am Golf.
Im humanitären Bereich prüfen einige Familien im Südlibanon, insbesondere in der Gegend um Nabatieh, die Lage oder erwägen eine Rückkehr. Bislang wurden jedoch keine nennenswerten Rückkehrer in größerem Umfang gemeldet. Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) rät dringend davon ab, zurückzukehren, bis die Lage offiziell als sicher eingestuft wird. Auch die libanesischen Streitkräfte und die lokalen Behörden empfehlen den Bewohnern, vorerst nicht in Risikogebiete zurückzukehren. Viele vertriebene Familien befinden sich weiterhin in überfüllten Gemeinschaftsunterkünften und warten auf neue Sicherheitsinformationen. Die Vereinten Nationen setzen sich weiterhin für den Schutz der Zivilbevölkerung, die freiwillige und sichere Rückkehr sowie einen kontinuierlichen humanitären Zugang für Bedürftige ein.
Im Gazastreifen führte die erneute Unsicherheit am Wochenende zu weiteren Vertreibungen und erhöhte den Druck auf die humanitären Bemühungen. Ein Luftangriff beschädigte kürzlich den Schulhof einer UN-Schule im Lager Jabalia, in dem vertriebene Familien Zuflucht finden. Israelische Streitkräfte weiteten die „Gelbe Linie“ – eine im Oktober 2025 eingerichtete Sperrzone – nach Westen in den Osten von Gaza-Stadt aus, was Dutzende Familien zur Flucht zwang. Menschenrechtsorganisationen äußerten sich besorgt über palästinensische Opfer in der Nähe dieser Sperrzonen. Viele vertriebene Familien haben Berichten zufolge weder Unterkunft noch Habseligkeiten und sind derzeit bei Verwandten oder Freunden untergekommen. Humanitäre Partner aktivierten einen koordinierten UN-Reaktionsmechanismus, um nach den plötzlichen Vertreibungen schnelle Hilfe zu leisten. Die Hilfslieferungen sind jedoch weiterhin eingeschränkt, da der Grenzübergang Kerem Shalom/Karem Abu Salem der einzige Zugangspunkt für genehmigte Hilfsgüter ist und weiterhin Beschränkungen für lebenswichtige Güter wie Stromgeneratoren und Ersatzteile gelten.