Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Laut einem Bericht von UNAIDS infizierten sich im Jahr 2025 schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen mit HIV, und 570.000 starben an AIDS-bedingten Krankheiten, während 22 % der Menschen, die mit HIV leben, immer noch keine Behandlung erhalten.

Der Bericht hebt einen Rückgang der internationalen Finanzierung für HIV um 18 % hervor – den stärksten Rückgang seit fast zwei Jahrzehnten –, der die Länder zwingt, wichtige Dienstleistungen einzuschränken und Gemeinschaftsorganisationen zu schließen, die für die Bekämpfung der Epidemie von entscheidender Bedeutung sind.

Zu den jüngsten medizinischen Fortschritten zählt Lenacapavir, ein Depotpräparat, das zweimal jährlich injiziert wird und eine nahezu hundertprozentige Wirksamkeit bei der Prävention einer HIV-Infektion aufweist. Der Zugang ist jedoch aufgrund hoher Preise und Patentschutz weiterhin eingeschränkt. Generika könnten etwa 40 US-Dollar pro Person und Jahr kosten, unterliegen aber Lizenzvereinbarungen.

Das Paradoxon bedeutender wissenschaftlicher Fortschritte, die mit Finanzierungs- und Zugangsproblemen einhergehen, prägt die laufende 26. Internationale AIDS-Konferenz in Rio de Janeiro. Brasilien, das zu den klinischen Studien für Lenacapavir beigetragen hat, ist von der Zulassung zur Herstellung von Generika ausgeschlossen, was die Ungleichheiten beim Zugang zu Medikamenten verdeutlicht.

Variano Terto Jr., Vizepräsident der brasilianischen interdisziplinären AIDS-Vereinigung, betonte, dass ein gerechter und universeller Zugang aufgrund hoher Kosten und Patentmonopole, die seiner Ansicht nach die Privatisierung des öffentlichen Wissens verstärken, weiterhin in weiter Ferne liegt.