Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die UN-Interimstruppe im Libanon (UNIFIL) hat festgestellt, dass die seit dem 19. Juni geltende Waffenruhe im Allgemeinen eingehalten wird. Abgesehen von zwei am Dienstag identifizierten Geschossen wurden keine weiteren Raketenstarts oder Luftangriffe gemeldet. Israelische Drohnen verletzen jedoch weiterhin den libanesischen Luftraum, und die israelische Armee führt weiterhin Panzerbewegungen, Pionierarbeiten und logistische Aktivitäten im UNIFIL-Gebiet durch. Israelische Panzer haben in der Nähe von Al Bayyadah das Feuer eröffnet, und israelische Patrouillenboote sind weiterhin in libanesischen Gewässern vor Naqoura in der Nähe des UNIFIL-Hauptquartiers aktiv. Obwohl die Angriffe eingestellt wurden, bleibt die militärische Präsenz in der Region erheblich.

Im Gazastreifen berichten UN-Hilfsorganisationen von einer Verschlechterung der Lage, die durch israelische Beschränkungen für die Einfuhr von Hilfsgütern für Notunterkünfte noch verschärft wird. Der Grenzübergang Kerem Schalom ist der einzige funktionierende Zugangspunkt für humanitäre Hilfsgüter. Dort sammeln und verteilen UN-Teams Lebensmittel, Hygieneartikel und medizinische Ausrüstung. Die Gesundheitsversorgung wird trotz der Krise aufrechterhalten: In der vergangenen Woche wurden an 194 Gesundheitseinrichtungen fast 240.000 Arztbesuche durchgeführt.

Unterdessen warten rund 11.000 Seeleute aufgrund der durch den Konflikt zwischen den USA und Israel gegen den Iran verursachten Störungen weiterhin auf ihre Evakuierung aus dem Persischen Golf. Die Evakuierungsaktion der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) wurde nach einem erneuten Angriff auf ein Schiff im Golf von Oman ausgesetzt. Diese Aussetzung fällt zeitlich mit laufenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zusammen, die auf einer kürzlich unterzeichneten Absichtserklärung zur Beendigung der Kampfhandlungen und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus basieren. Obwohl eine erste Gesprächsrunde in der Schweiz am Montag abgeschlossen wurde, haben widersprüchliche Aussagen der US-amerikanischen und iranischen Regierung die Unsicherheit über den Ausgang der Verhandlungen weiter verstärkt.