Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat laut Dr. Chikwe Ihekweazu, Exekutivdirektor für Gesundheitsnotfälle der Weltgesundheitsorganisation (WHO), fast 2.000 bestätigte Fälle und über 700 Todesfälle erreicht und ist damit die drittgrößte dokumentierte Ebola-Epidemie.
Dieser Ausbruch verzeichnete das schnellste Wachstum aller von der WHO betreuten Ebola-Ereignisse. In den letzten Tagen wurden täglich mehr als 80 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet.
Dr. Ihekweazu merkte an, dass etwa 80 Prozent der neuen Fälle außerhalb bekannter Kontaktlisten liegen, was auf Infektionen aus unbekannten Übertragungsketten hindeutet. Viele der jüngsten Todesfälle betreffen Personen, die in ihren Gemeinden starben, ohne Zugang zu medizinischer Versorgung oder Behandlung zu erhalten, was besonders besorgniserregend ist.
Die meisten neuen Ebola-Fälle – bis zu 95 Prozent – treten in der Provinz Ituri auf, wo der Ausbruch seinen Ursprung hatte. Das Virus hat sich jedoch in letzter Zeit auch in die Provinzen Haut-Uele und Tshopo ausgebreitet. Die WHO verstärkt ihre Bemühungen im Epizentrum des Ausbruchs und kartiert Reiserouten, um das Risiko neuer Fälle in anderen Regionen einzuschätzen.
Therapeutische klinische Studien laufen, aber es gibt noch keine zugelassenen Behandlungen für die beteiligte Bundibugyo-Ebola-Virusart. Die WHO betont, dass eine frühzeitige Erkennung und umgehende unterstützende Behandlung die Überlebenschancen deutlich erhöhen und die Übertragung innerhalb der Bevölkerung verringern können.