Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Ein Ebola-Ausbruch, verursacht durch den seltenen Bundibugyo-Stamm, hat den Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und das benachbarte Uganda heimgesucht. Derzeit sind keine zugelassenen Behandlungen oder Impfstoffe verfügbar. Drei Impfstoffkandidaten befinden sich in der Entwicklung. Die kongolesischen Gesundheitsbehörden melden 515 bestätigte Fälle und 91 Todesfälle in den Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu, wobei etwa 95 % der Fälle in Ituri auftreten. Uganda hat 19 bestätigte Fälle gemeldet, darunter zwei Todesfälle und einen wahrscheinlichen Todesfall.

Damien Mama, der kommissarische humanitäre Koordinator in der Demokratischen Republik Kongo, traf in Bunia ein, um die von der Regierung geleiteten Hilfsmaßnahmen zu bewerten und zu koordinieren. Laut UN-Vizesprecher Farhan Haq liegen die Schwerpunkte auf Fallmanagement, dem Betrieb von Behandlungszentren, der Bereitstellung lebenswichtiger Medikamente und Hilfsgüter, der Einbindung der Bevölkerung, der Risikokommunikation und einer verstärkten Überwachung. Die Hilfsmaßnahmen stehen vor Herausforderungen wie Lücken in der Kontaktverfolgung, begrenzten Behandlungskapazitäten, Engpässen bei lebenswichtigen Medikamenten und dem Bedarf an einem Ausbau der Laborkapazitäten für die zeitnahe Erkennung und Bestätigung von Fällen.

Der Ausbruch wurde am 15. Mai offiziell erklärt und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite eingestuft, obwohl er nicht als Pandemiegefahr gilt. Zu den Symptomen gehören plötzliches hohes Fieber, Kopfschmerzen, Schwäche, Erbrechen und Durchfall. Die Krise trifft die Demokratische Republik Kongo inmitten einer schweren humanitären Lage. Dort sind etwa 15 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, und mehr als die Hälfte der 3,4 Millionen Binnenvertriebenen befinden sich in den betroffenen Gebieten, was die Hilfsmaßnahmen erheblich erschwert.

Als Reaktion darauf haben die WHO und die Afrikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (Africa CDC) einen koordinierten Plan zur Aufbringung von 518 Millionen US-Dollar gestartet, um afrikanische Länder bei der Vorbereitung, der schnellen Erkennung und der Reaktion auf den Ausbruch zu unterstützen. Die WHO hat Sambia außerdem Ausrüstung und Material zur Ebola-Vorsorge zur Verfügung gestellt, darunter persönliche Schutzausrüstung, Laborreagenzien, Materialien zur Infektionsprävention und Transportmöglichkeiten für Proben.