Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Zwischen Donnerstag und Sonntag wurden in El Obeid, Nord-Kordofan, mehrere Orte mit Drohnen angegriffen, darunter ein Umspannwerk und eine Tankstelle. Laut dem Sudan Doctors Network führten diese Angriffe zur Schließung mehrerer medizinischer Einrichtungen, wie beispielsweise eines Dialysezentrums, und zur Abschaltung von Wasserstationen, wodurch die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern weiter eingeschränkt wurde.

Drohnenangriffe zielten auch auf zwei wichtige Brücken südlich der Stadt Um Ruwaba und eine Hauptstraße in der Stadt Ar Rahad, beide in Nord-Kordofan. Trotz der Angriffe berichteten humanitäre Partner, dass die Bewegungsfreiheit in diesen Gebieten weiterhin gegeben war.

Unterdessen hat sich der Choleraausbruch in Westkordofan verschärft. Bis zum 16. Juni wurden 700 Fälle und 60 Todesfälle registriert. Begrenzter humanitärer Zugang, Unsicherheit, Vertreibung sowie der Mangel an sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen haben zu dem Ausbruch beigetragen. Die Vereinten Nationen und ihre Partner stellen Cholerabehandlungen und -hilfsmittel bereit, führen Aufklärungskampagnen durch und haben Behandlungszentren eingerichtet.

Auch aus anderen Teilen Sudans, darunter den Bundesstaaten Nord-Darfur und Weißer Nil, wurden Drohnenangriffe gemeldet, die zivile Opfer und Schäden an der Infrastruktur verursachten. Am Sonntag wurde mindestens ein Zivilist getötet und 15 weitere verletzt, als ein Drohnenangriff eine Tankstelle auf einem Markt in der Stadt Kosti im Bundesstaat Weißer Nil traf.

Die Vereinten Nationen haben alle Konfliktparteien zwischen den Rapid Support Forces und den sudanesischen Streitkräften dringend aufgefordert, das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte einzuhalten. Dies umfasst den Schutz der Zivilbevölkerung und der Infrastruktur sowie die Erleichterung des humanitären Zugangs während der anhaltenden Krise, von der über 30 Millionen Menschen betroffen sind und die auf Hilfe angewiesen sind.