Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Die Demokratische Republik Kongo hat 70.000 Dosen des Ebola-Impfstoffs Ervebo erhalten, nachdem ihre Regierung diese beim globalen Ebola-Impfstofflager angefordert hatte. Die Lieferung wurde von der Internationalen Koordinierungsgruppe (ICG) genehmigt, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte.
Der Impfstoff Ervebo wurde ursprünglich gegen das Zaire-Ebolavirus entwickelt, das die Ebola-Epidemie in Westafrika von 2014 bis 2016 auslöste. Seine Wirksamkeit gegen den derzeit in der Demokratischen Republik Kongo zirkulierenden Bundibugyo-Stamm ist noch unbekannt. Vorläufige Labor- und Tierstudien deuten auf einen gewissen Schutz hin. Von der Lieferung werden 20.000 Dosen in einer klinischen Studie verwendet, um gesundheitspolitische Erkenntnisse zu gewinnen. Die restlichen 50.000 Dosen sind für Gesundheitspersonal in den betroffenen Gebieten vorgesehen.
Der am 15. Mai ausgerufene Ausbruch hat sich mit 5.021 Fällen und 2.325 Todesfällen zum tödlichsten Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo entwickelt. Die WHO gab an, dass sich mehr als 160 Gesundheitspersonal mit Ebola infiziert haben, was zu 40 Todesfällen führte.
Die Bemühungen zur Eindämmung des Ausbruchs werden unter anderem durch den andauernden Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo zwischen Regierungstruppen und der von Ruanda unterstützten bewaffneten Gruppe M23 behindert. Der Konflikt hat den Zugang von medizinischen Teams eingeschränkt, zur Schließung von Gesundheitszentren geführt, Tausende vertrieben und die Kontaktverfolgung sowie sichere Bestattungspraktiken erschwert.
Die M23-Gruppe kündigte Berichten zufolge an, den gemeinsamen Transport mit Taxis und Booten von und zu den von der Regierung kontrollierten Ebola-Gebieten einzustellen, um die Virusübertragung in den von ihr kontrollierten Gebieten einzudämmen. Die Gruppe behauptete außerdem, eigenständig eine Ebola-Bekämpfung durchführen zu können, einschließlich der Leitung von Laboren und der Krankheitsüberwachung.