Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Vertreter aus zwölf Ländern nahmen laut den Vereinten Nationen an einem virtuellen diplomatischen Besuch in einem Flüchtlingslager in Al Mawasi, Khan Younis, Gazastreifen, teil, um sich über die Lebensbedingungen und die Hilfsmaßnahmen zu informieren. Der Besuch wurde vom UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten im besetzten palästinensischen Gebiet, Ramiz Alakbarov, und seiner Stellvertreterin Suzanna Tkalec geleitet, die per Videokonferenz mit den Vertriebenen und Helfern sprachen.

Während des Besuchs beobachteten Diplomaten Anwohner bei der Abholung von Wasser, das im Rahmen eines UN-finanzierten Projekts per LKW geliefert wurde, und hörten von Vertriebenen über den dringenden Bedarf an nachhaltiger Wasserversorgung, insbesondere in den heißen Sommermonaten, sowie über Möglichkeiten zur Arbeitsvergabe gegen Bezahlung, um Familien zu unterstützen. Die Delegation besichtigte außerdem die zahlreichen Zelte, die sich entlang der Küste drängten und in denen viele Vertriebene leben.

Ramiz Alakbarov bedankte sich für die finanzielle Unterstützung der Diplomaten, merkte jedoch an, dass eine Erhöhung der Finanzmittel und politische Maßnahmen notwendig seien, um die Hilfsmaßnahmen aufrechtzuerhalten und auszuweiten, einschließlich der Überwindung von Zugangsproblemen.

Das UNRWA, das Hilfswerk der Vereinten Nationen für die Palästinenser, berichtete von einer anhaltenden Verschlechterung der Wasserversorgung. 84 Prozent der untersuchten Haushalte sind von mäßiger bis hoher Wasserknappheit betroffen. Zwischen dem 16. und 30. Juni verteilte das UNRWA rund 79 Millionen Liter Trinkwasser und erreichte damit täglich über 860.000 Binnenvertriebene. Zusätzlich wurden fast 5.000 Kinder im Alter von sechs bis 59 Monaten auf Mangelernährung untersucht, wobei 203 Fälle festgestellt wurden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt in Gaza 45 Säuglingen mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, die das Stillen erschweren, spezielle Babyflaschen zur Verfügung. Die WHO wies auf die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Beschaffung dieser Hilfsmittel aufgrund des Mangels an medizinischen Ressourcen in dem Gebiet hin.