Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Vereinten Nationen haben ernsthafte Bedenken hinsichtlich neuer illegaler israelischer Siedlungen im besetzten Westjordanland geäußert, darunter auch im umstrittenen Gebiet E1, wo kürzlich eine Ausschreibung für über 1.200 neue Wohneinheiten veröffentlicht wurde. Der Generalsekretär forderte Israel auf, diese Pläne zu stoppen und die einschlägigen UN-Resolutionen sowie das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) einzuhalten, der die israelische Besetzung des Gazastreifens und des Westjordanlandes als rechtswidrig einstufte. Der Plan für E1 könnte die Verbindung zwischen Ostjerusalem und dem Westjordanland kappen und damit die territoriale Integrität des besetzten palästinensischen Gebiets sowie die Machbarkeit einer Zwei-Staaten-Lösung gefährden.

Die aktuellen israelischen Militäroperationen im Westjordanland haben in Dahiriya, Hebron, zu einer belagerungsähnlichen Situation geführt. Rund 40.000 Palästinenser, darunter auch Kinder, unterliegen einer Ausgangssperre und dürfen ihre Häuser nicht verlassen. Der Zugang zu lebensnotwendigen Gütern, wichtigen Dienstleistungen und Arbeitsplätzen ist stark eingeschränkt. Berichten zufolge werden Scharfschützen eingesetzt, Straßenblockaden errichtet und mindestens sieben palästinensische Häuser für Verhöre umfunktioniert. Die Vereinten Nationen betonten die Notwendigkeit, Häuser und Familien zu schützen, und forderten, dass die Sicherheitsoperationen dem Völkerrecht entsprechen und die Würde der Zivilbevölkerung achten.

Trotz einer vorläufigen Waffenruhe ab Oktober 2025, die den zweijährigen Konflikt zwischen Israel und der Hamas beenden soll, dauern die israelischen Militäraktivitäten westlich der sogenannten „Gelben Linie“ an. Ein israelischer Luftangriff forderte kürzlich mindestens sieben Tote und mehrere Verletzte in einem Hafen im Gazastreifen, wie erste lokale Berichte belegen.