Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Ein Bericht der Vereinten Nationen zeigt, dass die sinkende Auslandshilfe für Myanmar das Leid der Zivilbevölkerung inmitten anhaltender Militärangriffe verschärft. Der Bericht umfasst den Wahlzeitraum von August 2025 bis Januar 2026 und dokumentiert schwere Menschenrechtsverletzungen, konfliktbedingte Gewalt und die Verweigerung humanitärer Hilfe unter der fortgesetzten Militärherrschaft. Er warnt davor, dass Kürzungen und Aussetzungen der Auslandshilfe die lokalen Bemühungen zum Schutz der Zivilbevölkerung gefährden, Leben zu retten und den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen trotz der anhaltenden Angriffe auf die Zivilbevölkerung aufrechtzuerhalten.

Dem Bericht zufolge wurden im Berichtszeitraum mindestens 702 zivile Todesopfer bestätigt, vorwiegend in den zentralen Regionen und im Rakhine-Staat. Davon wurden 476 Todesfälle auf Luftangriffe zurückgeführt, 111 davon ereigneten sich vor Beginn der Wahlen im Dezember 2025.

Der Bericht stellt fest, dass Kürzungen internationaler Hilfen die Verwundbarkeit der Zivilbevölkerung erhöht und zivilgesellschaftliche Gruppen gezwungen haben, Programme einzuschränken, ihre Aktivitäten einzustellen und Personal zu entlassen. Ethnische Medien und Frauenorganisationen sind überproportional betroffen. Hilfen für Binnenvertriebene, Bildungsangebote und psychosoziale Unterstützung wurden reduziert oder eingestellt. Auch die Notfallversorgung hat sich aufgrund von militärisch verhängten Blockaden und Finanzierungskürzungen verschlechtert, was die Lieferketten für Medikamente und den Betrieb von Gesundheitseinrichtungen beeinträchtigt hat.

Schutzhäuser für Überlebende von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt wurden geschlossen oder arbeiten nur mit eingeschränkter Kapazität, während Unterbringungsmöglichkeiten, Bildungsangebote und frauenspezifische Programme reduziert oder nur durch Umverteilung begrenzter Ressourcen aufrechterhalten wurden.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, erklärte, dass die Bevölkerung Myanmars trotz ihres Leidens unter der Militärherrschaft international in Vergessenheit geraten zu sein scheint. Er betonte, dass die Finanzierung lokaler Schutzmaßnahmen eine entscheidende Hilfe darstellte und dass die jüngsten Kürzungen der Hilfsleistungen die Notlage verschärft hätten.