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Bürgerwissenschaft bietet Einzelpersonen die Möglichkeit, die medizinische Forschung ohne Hochschulabschluss oder spezielle Ausbildung voranzutreiben. Teilnehmende können sich online beteiligen, biologische Proben einreichen oder Daten vor Ort sammeln. Laut Dr. Jennifer Couch, Leiterin der Arbeitsgruppe für Bürgerwissenschaft der NIH, können Bürgerwissenschaftler die Forschung auch beeinflussen, indem sie ihre Ideen und Bedenken teilen und ihre individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse einbringen.

Bürgerwissenschaft wird auch als partizipative Wissenschaft, Crowdsourcing oder gemeinschaftsorientierte Forschung bezeichnet. Einige Projekte zielen auf bestimmte Altersgruppen, Regionen oder Gesundheitszustände ab, viele stehen aber der breiten Öffentlichkeit offen. Beispielsweise begrüßt das „All of Us“-Forschungsprogramm der NIH nahezu alle US-Bürger und hat sich zum Ziel gesetzt, eine der größten und vielfältigsten Gesundheitsdatenbanken zu erstellen.

Das Programm „All of Us“ untersucht, wie Genetik, Kultur und Umwelt die Gesundheit beeinflussen, und rekrutiert dazu mindestens eine Million Menschen landesweit. Die Initiative legt besonderen Wert auf die Einbeziehung von Bevölkerungsgruppen, die in der Forschung historisch unterrepräsentiert waren, wie beispielsweise asiatische Amerikaner, indigene Hawaiianer und Pazifikinsulaner, um sicherzustellen, dass alle Gemeinschaften vertreten sind, so Dr. Fornessa T. Randal, Geschäftsführerin der Asian Health Coalition.

Zur Teilnahme füllen die Betroffenen online Einverständniserklärungen und Fragebögen aus und können optional weitere Daten wie elektronische Gesundheitsakten freigeben. Teilnehmer können außerdem während der Termine biologische Proben wie Blut oder Speichel abgeben. Das Programm ermöglicht es den Teilnehmern, selbst zu bestimmen, welche Informationen sie teilen.