Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Depression ist durch anhaltende Traurigkeit und Interessenverlust gekennzeichnet. Eine vom National Institutes of Health (NIH) finanzierte Studie untersuchte zwei Videospiele als mögliche Screening-Instrumente, um Ärzten eine schnellere Diagnose von Depressionen zu ermöglichen.
Im ersten Spiel ging es darum, Äpfel von Bäumen zu sammeln, wobei der Ertrag nach jeder Ernte abnahm. Die Spieler konnten entscheiden, ob sie beim selben Baum blieben oder zu einem neuen wechselten. Teilnehmer mit mittelschwerer bis schwerer Depression wechselten tendenziell früher zu neuen Bäumen als solche ohne Depression, und dieser Zeitpunkt korrelierte eng mit dem Schweregrad der Depression.
Im zweiten Spiel sollten die Teilnehmer Snacks nach ihrer Zahlungsbereitschaft ordnen. Anschließend wurden die Snack-Kombinationen verändert, um die Veränderungen in der Rangfolge zu beobachten. Gesunde Teilnehmer passten ihre Präferenzen den verfügbaren Optionen an, während Teilnehmer mit Depressionen weniger Flexibilität in ihren Rangfolgen zeigten.
Laut Dr. Paul Glimcher von der New York University, der die Studie mitgeleitet hat, könnten diese Verhaltensdaten Aufschluss über die Hirnaktivität bei Menschen mit Depressionen geben. Weiterführende Forschung könnte es ermöglichen, diese Tests für ein schnelleres Screening und Monitoring von Depressionen in Kliniken einzusetzen.