Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Die UNESCO veröffentlichte einen Forschungsbericht mit dem Titel „ Hinter den Bildschirmen in Kenia: Perspektiven, Praktiken und Herausforderungen digitaler Content-Ersteller“ . Dieser basiert auf Daten von 426 Akteuren landesweit, darunter Umfragen unter 380 digitalen Kreativen und Interviews mit 46 weiteren. Die Studie wurde vom Africa Centre for People Institutions and Society (ACEPIS) mit Unterstützung des UNESCO-Projekts „Social Media 4 Peace“ durchgeführt.
Der Bericht zeigt, dass 58 % der kenianischen Konsumenten regelmäßig digitalen Kreativen und Influencern in sozialen Netzwerken und Videoplattformen folgen, verglichen mit 34 %, die traditionellen Nachrichtenmarken und Journalisten folgen. Trotz ihres Einflusses auf den öffentlichen Diskurs weisen die meisten Kreativen erhebliche Defizite auf: 87,1 % haben keine Schulung in Medien- und Informationskompetenz erhalten, und 56,3 % verfügen über keinen journalistischen Hintergrund.
Darüber hinaus sind sich 76,6 % der Kreativen der Grenzen und Verantwortlichkeiten der Meinungsfreiheit nicht bewusst. Vielen fehlt die Kenntnis nationaler Gesetze; 68,9 % sind mit den Gesetzen zu Verleumdung und Urheberrecht nicht vertraut. Die Faktenprüfung ist uneinheitlich: 37,1 % überprüfen die Informationen in ihren Beiträgen nicht systematisch. Von denjenigen, die gesponserte Inhalte erstellen, legen 46,1 % bezahlte Werbung nicht offen, und 36,8 % verschweigen ihren Zielgruppen den Einsatz von generativer KI.
Was die Sicherheit betrifft, haben 52,9 % der Kreativen Hassrede, Diskriminierung oder Belästigung aufgrund ihrer Identität erlebt. Technologiegestützte geschlechtsspezifische Gewalt wird von 79,2 % der Kreativen gemeldet oder beobachtet. Die Hälfte (50,5 %) war körperlicher Gewalt im Zusammenhang mit Online-Bedrohungen oder -Angriffen ausgesetzt.