Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Bei den Europameisterschaften in Birmingham holte María Pérez Gold im Halbmarathon-Gehen der Frauen und stellte mit einer Zeit von 1:30:06 einen neuen Weltrekord über die neu eingeführte Distanz auf. Pérez führte vom Start weg und lief zunächst zusammen mit der Italienerin Antonella Palmisano, bevor sie bei Kilometer 10 einen entscheidenden Angriff startete und sich einen deutlichen Vorsprung erarbeitete. Die 20-Kilometer-Marke passierte sie in 1:25:30, womit sie ihren eigenen spanischen Rekord egalisierte. Sie verwies die Italienerin Alexandrina Mihai und die Ukrainerin Lyudmyla Olyanovska auf die Plätze zwei und drei. Pérez hält nun zwei Europameistertitel – zusätzlich zu ihrem 20-Kilometer-Titel von 2018 – und zudem den Weltrekord im 35-Kilometer-Gehen.

Knapp zwei Stunden später stellte die 21-jährige Italienerin Sofia Fiorini mit einer Zeit von 3:15:11 einen neuen Weltrekord im Marathon-Gehen der Frauen auf. Fiorini lieferte sich über weite Strecken des Rennens ein enges Rennen mit der Polin Katarzyna Zdziebło, bevor sie sich gut neun Kilometer vor dem Ziel deutlich absetzen konnte. Fiorini gewann mit mehr als viereinhalb Minuten Vorsprung, Zdziebło stellte mit 3:19:50 einen polnischen Rekord auf, und die Spanierin Raquel González holte Bronze. Fiorini verbesserte zudem ihren eigenen U23-Europarekord um über zehn Minuten im Vergleich zu ihrer bisherigen Bestzeit Anfang des Jahres.

Die Distanzen im Halbmarathon und Marathon-Gehen wurden von World Athletics am 1. Januar 2026 offiziell anerkannt. Der Weltverband legte die Leistungsstandards für die ersten Weltrekorde auf 1:30:30 Stunden für den Halbmarathon und 3:17:00 Stunden für den Marathon fest. Pérez und Fiorini unterboten diese Zeiten um 24 Sekunden bzw. 1 Minute 49 Sekunden und sind damit die ersten offiziellen Weltrekordhalter über diese Distanzen. Die Rekorde müssen noch dem üblichen Ratifizierungsverfahren unterzogen werden.