Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Der 100-Meter-Sprint gilt als komplexes Ereignis, das von vielen Faktoren abhängt und von den Experten Edrick Floreal und Craig Pickering sowohl als mathematisches Problem als auch als dynamisches Rätsel beschrieben wird.

Pickering merkt an, dass der Schlüssel zum Sieg darin liegt, während des gesamten Rennens die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit beizubehalten, anstatt sich ausschließlich auf Höchstgeschwindigkeit oder Beschleunigung zu konzentrieren. Floreal unterstreicht die Komplexität des Wettbewerbs aufgrund von Gemeinsamkeiten mit anderen Sprintdistanzen.

Sprinter streben zu Beginn blitzschnelle Reaktionen an; die Zeiten der Elite liegen typischerweise zwischen 0,120 und 0,150 Sekunden. In dieser Anfangsphase geht es darum, aus dem Stand maximale Kraft zu entwickeln, wobei eine längere Bodenkontaktzeit die Beschleunigung fördert. Kraftvollere Athleten schneiden hier oft besser ab.

Die Beschleunigungsphase beginnt nach den ersten beiden Schritten und kann sich über bis zu 65 Meter erstrecken. Zielvorgaben für männliche Sprinter der Eliteklasse sind: 10 Meter in etwa 1,9 Sekunden, 30 Meter in etwa 3,7 Sekunden und 60 Meter in rund 6,40 bis 6,50 Sekunden.

Nach Erreichen der Höchstgeschwindigkeit ist eine Verlangsamung unvermeidlich, und Athleten, die bis zum Schluss am wenigsten Geschwindigkeit verlieren, erzielen in der Regel die besten Ergebnisse. Floreal betont die Wichtigkeit der Entspannung in dieser Phase und führt Usain Bolts starke Endspurts als Beispiel an.

Interessanterweise stellt Pickering fest, dass die Schrittfrequenz zwischen Athleten und der Allgemeinbevölkerung nicht stark variiert, was darauf hindeutet, dass andere Faktoren eine bedeutendere Rolle für die Sprintleistung spielen.