Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Das 35-km-Gehen ist ein Straßenwettbewerb auf einem Rundkurs. Die Athleten müssen dabei stets Bodenkontakt haben und das vorlaufende Bein vom ersten Bodenkontakt bis zum Unterschreiten des Körpers gestreckt halten. Diese technischen Regeln unterscheiden das Gehen vom Laufen. Die Disziplin entstand im Großbritannien des 17. Jahrhunderts und wurde 1904 olympische Disziplin, obwohl die 35-km-Distanz bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften und nicht bei den Olympischen Spielen ausgetragen wird.

Der 35-km-Wettbewerb ersetzte 2022 das 50-km-Gehen als Standarddisziplin bei den Meisterschaften und ist damit eine relativ neue Distanz. Offizielle Weltrekorde werden seit Januar 2023 anerkannt. Den Weltrekord der Frauen hält die Spanierin María Pérez mit einer Zeit von 2:37:15 Stunden, aufgestellt im Mai 2023. Der Weltrekord der Männer ist noch nicht offiziell anerkannt. Die schnellste anerkannte Zeit liegt bei 2:22:53 Stunden und wurde im März 2023 vom Chinesen He Xianghong erzielt. Vladimir Kanaykin lief jedoch bereits 2006 unter nicht anerkannten Bedingungen eine schnellere Zeit von 2:21:31 Stunden.

Der Wechsel vom 50-km- zum 35-km-Gehen hat viele Athleten zum Disziplinwechsel bewogen. Die erste Goldmedaille der Männer über 35 km gewann der Italiener Massimo Stano bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2022. 2023 holte der Spanier Álvaro Martín Gold, während der Ecuadorianer Brian Daniel Pintado Silber gewann. Bei den Frauen gewann die Peruanerin Kimberly Garcia León 2022 Gold und 2023 Silber, während María Pérez 2023 Gold holte.