Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Das Alpha-Gal-Syndrom ist eine neuartige allergische Erkrankung, die durch Bisse bestimmter Zeckenarten, insbesondere der Lone-Star-Zecke, ausgelöst wird. Das Syndrom verursacht allergische Reaktionen auf das Zuckermolekül Galactose-α-1,3-Galactose (Alpha-Gal), das in rotem Fleisch und anderen tierischen Produkten vorkommt. Da der menschliche Körper Alpha-Gal nicht selbst produziert, erkennt das Immunsystem es als Allergen und löst Reaktionen aus, die von Magen-Darm-Beschwerden bis hin zur Anaphylaxie reichen. Seit 2010 wurden in den USA etwa 110.000 Verdachtsfälle identifiziert, wobei die tatsächliche Zahl aufgrund von Unterdiagnosen höher liegen dürfte. Derzeit gibt es keine spezifischen Behandlungsmethoden; die Prävention besteht hauptsächlich darin, Zeckenbisse zu vermeiden und auf den Verzehr von rotem Fleisch und entsprechenden Produkten zu verzichten.
Ein Forschungsteam unter der Leitung der NIH-Wissenschaftler Dr. Peter Crompton und Dr. Scott Commins an der University of North Carolina in Chapel Hill entwickelte 42 monoklonale Antikörper, die spezifisch für Alpha-Gal sind und ursprünglich zur Bekämpfung von Malariaparasiten eingesetzt werden sollten. Obwohl diese Antikörper nicht effektiv an Malaria banden, zeigte ein Screening, dass 13 von ihnen an Allergene banden, die mit dem Alpha-Gal-Syndrom assoziiert sind. Bemerkenswerterweise blockierten zwei Antikörper die Bindung von IgE von Patienten mit dem Syndrom an bestimmte Alpha-Gal-bezogene Allergene, und einer beeinträchtigte die Aktivierung von Basophilen, Immunzellen, die an allergischen Reaktionen beteiligt sind.
Diese Ergebnisse legen nahe, dass monoklonale Antikörper potenziell zur Prävention allergischer Reaktionen bei Menschen mit Alpha-Gal-Syndrom entwickelt werden könnten. Allerdings sind weitere Forschungen erforderlich, um ihre Wirksamkeit und Sicherheit für Behandlungszwecke zu bewerten.