Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Das Fermi-Gammastrahlen-Weltraumteleskop der NASA hat Gammastrahlensignale der seltenen, extrem leuchtstarken Supernova SN 2017egm in der Galaxie NGC 3191, etwa 440 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, entdeckt. Diese Supernova erzeugte etwa das Zehnfache des sichtbaren Lichts typischer Supernovae und zählt damit zu den erdnächsten jemals beobachteten Ereignissen dieser Art.
Ein internationales Forschungsteam analysierte Daten des Fermi Large Area Telescope und konzentrierte sich dabei auf die sechs nächstgelegenen superleuchtkräftigen Supernovae, die in den ersten 16 Jahren der Mission entdeckt wurden. SN 2017egm war die einzige, die eindeutige Anzeichen von Gammastrahlen aufwies und damit den ersten eindeutigen Nachweis einer Supernova dieses Typs darstellte.
Kernkollaps-Supernovae wie SN 2017egm entstehen, wenn massereiche Sterne ihren Brennstoff verbrauchen, kollabieren und explodieren, wobei möglicherweise Neutronensterne oder Schwarze Löcher entstehen. Forscher vermuten, dass die intensive Licht- und Gammastrahlung von SN 2017egm von einem Magnetar – einem extrem magnetisierten Neutronenstern, der aus dem Kollaps hervorgeht – erzeugt wird.
Die Entdeckung bietet eine neue Methode zur Untersuchung von superleuchtstarken Supernovae anhand ihrer Gammastrahlensignaturen und trägt so zum besseren Verständnis der energiereichsten Sternexplosionen im Universum bei.
Die Ergebnisse wurden in einem Artikel detailliert beschrieben, der in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht wurde. Beteiligt waren Wissenschaftler der NASA, des französischen Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS), der Universität Paris-Saclay und anderer Institutionen.