Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die meisten Menschen erleben mit zunehmendem Alter einen gewissen Rückgang ihrer Gedächtnis- und Lernfähigkeit. Einige ältere Erwachsene, sogenannte kognitive Superager, weisen jedoch eine Gedächtnisleistung auf, die mit der von 25 bis 30 Jahre jüngeren Personen vergleichbar ist. Diese Personen sind mindestens 80 Jahre alt und erzielen in Gedächtnistests Ergebnisse, die denen von 50- bis 60-Jährigen entsprechen oder diese sogar übertreffen.

Ein vom NIH gefördertes Forschungsteam analysierte über 350.000 einzelne Gehirnzellen von jüngeren und älteren Erwachsenen, darunter auch von sogenannten „kognitiven Superagern“. Die Gehirnzellen stammten aus gespendeten postmortalen Gehirnen. Die Forscher konzentrierten sich auf die Identifizierung neu gebildeter Gehirnzellen und die Untersuchung ihrer molekularen Zusammensetzung.

Die Ergebnisse zeigten, dass die molekulare Zusammensetzung neu gebildeter Gehirnzellen je nach den kognitiven Fähigkeiten des Spenders variierte. Insbesondere wiesen die Gehirnzellen der SuperAger ein charakteristisches molekulares Profil auf. SuperAger hatten zudem eine größere Anzahl neu gebildeter Gehirnzellen als andere ältere Erwachsenengruppen. Bestimmte Prozesse, die an der Kommunikation zwischen Gehirnzellen und am Zellüberleben beteiligt sind, waren im Gehirn der SuperAger besser erhalten.

Dr. Orly Lazarov von der University of Illinois in Chicago, die die Studie mitgeleitet hat, erklärte, dass das Verständnis dafür, warum manche Gehirne gesünder altern, die Entwicklung von Behandlungen zur Verbesserung des Gedächtnisses im Alter und zur Vorbeugung von Alzheimer und verwandten Demenzerkrankungen unterstützen könnte.