Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Von Richtern wird erwartet, dass sie in Krisenzeiten wie Konflikten und Katastrophen die Rechtsstaatlichkeit wahren. Trotz dieser Rolle wurde ihrem Wohlergehen in der Vergangenheit wenig Beachtung geschenkt, obwohl sie ähnlichen Belastungen ausgesetzt sind wie die Gemeinschaften, denen sie dienen.

Der ehrenwerte Rangajeeva Wimalasena, Richter am Nationalgericht und Obersten Gerichtshof von Papua-Neuguinea, beschrieb das Wohlbefinden der Richter als ein Konzept, das über den persönlichen Komfort hinausgeht. Er erklärte, dass Richter regelmäßig mit traumatischen Beweismitteln, einer hohen Arbeitsbelastung und Entscheidungen mit tiefgreifenden Auswirkungen auf das Leben der Menschen konfrontiert seien, und dass von ihnen gleichzeitig erwartet werde, „übermenschlich“ zu bleiben.

Richter Wimalasena warnte davor, dass die Vernachlässigung des Wohlbefindens von Richtern die Qualität der Rechtsprechung beeinträchtigen könne. Er sagte, die emotionale Belastung von Richtern sei traditionell ein Tabuthema, obwohl sie für faire und effektive Urteile von großer Bedeutung sei.

Die 2024 vom Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) entwickelte Nauru-Erklärung zum Wohlergehen der Justiz ermutigt Institutionen und Regierungen weltweit, das Wohlergehen von Richtern anzuerkennen und zu fördern. Diese Initiative trägt der Tatsache Rechnung, dass der Druck in Ländern, die mit Konflikten, politischer Gewalt oder Umweltkatastrophen konfrontiert sind, zunehmen kann und daher maßgeschneiderte Ansätze zur Unterstützung der Justiz erforderlich sind.

Die Betonung des Wohlbefindens der Justiz wird als unerlässlich für die Aufrechterhaltung der richterlichen Integrität und die effektive Rechtspflege weltweit angesehen.