Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Eine von der Gemeinde initiierte Maßnahme nach einem Gletscherseeausbruch im Dorf Thame im nepalesischen Sagarmatha-Nationalpark (Weltkulturerbe) hat zehn immaterielle Kulturgüter der indigenen Sherpa-Gemeinschaft dokumentiert. Die Flut verursachte erhebliche Schäden und bedrohte wichtige traditionelle Praktiken und Wissenssysteme, die für die Anpassung an den Klimawandel unerlässlich sind.

Das Projekt orientiert sich an der UNESCO-Konvention von 2003 zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes und dem UNESCO-Programm „Lokale und indigene Wissenssysteme“ (LINKS). Ziel ist es, die lokalen Kapazitäten zum Schutz des lebendigen Kulturerbes zu stärken und die Bedeutung traditionellen Wissens für die Katastrophenvorsorge hervorzuheben. Über 50 Akteure waren in den Prozess eingebunden, darunter Vertreter des nepalesischen Ministeriums für Kultur, Tourismus und Zivilluftfahrt, des hydrologischen und meteorologischen Dienstes, der Nationalparkverwaltung, UN-Partner sowie indigene Gemeindevorsteher.

Mithilfe von Feldstudien und Workshops erarbeiteten Experten und lokale jugendliche Freiwillige einen Entwurf für ein Inventar von zehn kulturellen Elementen. Dazu gehören „Tho“ (traditionelles Essen und damit verbundene Fertigkeiten); „Kshara“ (traditionelles Handwerk und Technologien); „Nawa“ und „Dee“ (Wissen über die Natur und das Universum); sowie „Dhubchoa“, „Mani Rildhup“, „Lhosar“ und „Lotok Bulo“ (soziale Praktiken, Rituale und Feste).

Im abschließenden Workshop fanden technische Diskussionen zu Politik und digitaler Archivierung statt, die zur Präsentation eines strategischen Aktionsplans führten. Dieser Plan schlägt vor, indigenes Wissen direkt in lokale Strategien zur Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung zu integrieren.

Die Initiative veranstaltete außerdem einen offenen Plakatwettbewerb, der junge Nepalesen dazu anregte, sich kreativ mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Bergkultur auseinanderzusetzen. Die Gewinner, die im Rahmen der Veranstaltung geehrt wurden, betonten, dass ihnen der Wettbewerb geholfen habe, die Folgen des Klimawandels für das immaterielle Kulturerbe besser zu verstehen.