Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Archive zur Geschichte der Sklaverei und der Zwangsarbeit in Mauritius wurden unter den Schutz des UNESCO-Weltdokumentenerbe-Programms gestellt, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und ihre Erhaltung zu fördern. Zu diesen Archiven gehören die Aufzeichnungen zur französischen Besatzung von Mauritius, Aufzeichnungen zur Zwangsarbeit und Dokumente zum Sklavenhandel und zur Sklaverei aus den Jahren 1721 bis 1892. Diese Anerkennung wird von Dr. Vijaya Teelock, ehemaliger außerordentlicher Professor an der Universität von Mauritius und ehemaliger Präsident des Wissenschaftlichen Komitees der UNESCO zur Sklavenroute, als ein entscheidender Schritt zur Bewahrung des Gedächtnisses bezeichnet.

Auf Mauritius, wo die Bewahrung von Archiven, Artefakten und mündlichen Überlieferungen eine Herausforderung darstellt, hat die Anerkennung durch die UNESCO personelle und finanzielle Ressourcen mobilisiert. Die 2023 erschienene Publikation „Memory of the World: documental heritage treasures of Africa“ (Welterbe: Dokumentarische Schätze Afrikas) stellt das dokumentarische Erbe von Mauritius vor und unterstützt die Bemühungen um dessen Erhaltung zusätzlich.

Dr. Teelock hob hervor, dass diese Archive, wenn sie geschützt und zugänglich gemacht werden, vielfältigen Zwecken dienen können: Forschung, Bildung, Ausstellungen und öffentlicher Dialog. Sie unterstützen außerdem Gedenkveranstaltungen, Museumsausstellungen und ermöglichen neue historische Interpretationen durch Wissenschaftler.

Darüber hinaus hat Dr. Teelock maßgeblich dazu beigetragen, die Region des Indischen Ozeans in die UNESCO-Initiativen „Routen versklavter Völker“ und „Routen der Vertragsarbeit“ aufzunehmen. Seit 2017 liegt ein verstärkter Fokus auf der Einbeziehung verschiedener Gesellschaften und bisher vernachlässigter Regionen. Dies unterstreicht die Bedeutung des südwestlichen Indischen Ozeans für den viergliedrigen kolonialen Sklavenhandel des 17. und 18. Jahrhunderts, an dem niederländische, französische, portugiesische und britische Kolonialnetzwerke im Indischen Ozean und in Ostafrika beteiligt waren.