Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Zum hundertjährigen Jubiläum ihrer Veröffentlichung gilt Kinue Hitomis 234-seitiges Buch „Die neuesten Methoden der Leichtathletik der Frauen“ als grundlegendes Werk der Frauenleichtathletik. Die japanische Athletin verfasste das Buch 1926 im Alter von 19 Jahren, im selben Jahr, in dem sie ihre ersten Weltrekorde aufstellte.
Hitomis Buch ist bemerkenswert, da es die früheste detaillierte Beschreibung und technische Zeichnung von Startblöcken liefert und damit dem US-Patent von George Bresnahan aus dem Jahr 1927 vorausgeht. Obwohl Startblöcke bereits seit mindestens 1910 verwendet wurden und in früheren Werken erwähnt wurden, veröffentlichte Hitomi eine umfassende und praktische Konstruktion und etablierte sich damit als Pionierin auf diesem Gebiet der Sportgeräte.
Sie wandte sich gegen die bevormundende Haltung gegenüber Sportlerinnen und betonte die Notwendigkeit wissenschaftlich fundierter, erfahrungsbasierter Beratung anstelle abweisender Ratschläge. Ihre Arbeit bot Sportlerinnen eine wertvolle technische Ressource, noch bevor Frauen zwei Jahre später zu den Olympischen Spielen zugelassen wurden.
Obwohl Startblöcke 1935 vom Leichtathletik-Weltverband IAAF verboten wurden, wurden sie 1938 mit Einschränkungen wieder zugelassen, und Bresnahans Patent wurde offiziell anerkannt. Dennoch bleiben Hitomis frühe Entwürfe ein bedeutender Meilenstein in der Entwicklung von Trainingsgeräten und Sportausrüstung.
Hitomis Buch nimmt einen einzigartigen Platz in der Geschichte des Frauensports ein und ist für seine technischen Innovationen und sein Engagement für die Förderung von Sportlerinnen bekannt.