Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Forscher, gefördert durch das 4D-Nukleom-Programm des NIH Common Fund, untersuchten, wie sich die dreidimensionale Faltung der DNA in Gehirnzellen bei Alzheimer und im Alter verändert. Die Studie analysierte postmortales Hirngewebe von Personen ab 75 Jahren, darunter zehn mit Alzheimer und zehn ohne. Der Fokus der Gewebeproben lag auf dem präfrontalen Kortex, einer Hirnregion, die bei Alzheimer besonders stark betroffen ist. Die Forscher beobachteten Unterschiede in den DNA-Faltungsmustern zwischen den Zellen beider Gruppen: Weit voneinander entfernte DNA-Abschnitte lagen in Zellen von Alzheimer-Patienten oft näher beieinander, während benachbarte DNA-Abschnitte seltener nebeneinander lagen. Diese räumliche Reorganisation war mit Veränderungen des Chromatins, dem Komplex aus DNA und Proteinen im Zellkern, verbunden. Normalerweise sind inaktives, kompaktes Chromatin und aktives, locker gepacktes Chromatin getrennt; bei Alzheimer vermischen sich diese Chromatinarten jedoch stärker als üblich. Diese verstärkte Vermischung war mit einer reduzierten Aktivität von Genen verbunden, die mit neuronalen Funktionen in Zusammenhang stehen, was auf einen Zusammenhang zwischen Chromatin-Struktur und Genregulation bei der Alzheimer-Krankheit und dem Altern hindeutet.