Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Ein Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Josef Coresh an der Grossman School of Medicine der New York University analysierte Daten von über 12.000 Teilnehmern aus vier US-amerikanischen Gemeinden, die über drei Jahrzehnte gesammelt wurden. Ziel der Studie war es, den Einfluss vaskulärer Risikofaktoren im mittleren Lebensalter auf den Beginn und die Lebenserwartung von Demenz zu untersuchen. Im Fokus standen Teilnehmer ohne Demenz im Alter von 55 Jahren Anfang der 1990er-Jahre. Dabei wurden ihr Raucherstatus, ihr Blutdruck und das Vorliegen von Diabetes zu diesem Zeitpunkt erfasst.
Die in Neurology Open Access veröffentlichten Ergebnisse zeigten, dass Personen ohne vaskuläre Risikofaktoren etwa 30 Jahre nach dem 55. Lebensjahr ohne Demenz lebten. Im Gegensatz dazu lebten Personen mit drei Risikofaktoren durchschnittlich 17 Jahre ohne Demenz. Insgesamt waren mehr vaskuläre Risikofaktoren mit weniger Jahren ohne Demenz und einem höheren Risiko, an Demenz zu erkranken oder ohne Demenz zu sterben, verbunden.
Die Studie identifizierte auch demografische Unterschiede: Frauen hatten 1,5 bis 3 Jahre mehr demenzfreie Jahre als Männer mit der gleichen Anzahl vaskulärer Risikofaktoren, während schwarze Teilnehmer im Vergleich zu anderen Gruppen etwa drei Jahre weniger demenzfreie Jahre erlebten.
Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Berücksichtigung der Gefäßgesundheit – insbesondere der Raucherentwöhnung, der Blutdruckkontrolle und der Diabeteskontrolle – im mittleren Lebensalter dazu beitragen kann, die demenzfreie Lebenserwartung zu verlängern.