Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Wissenschaftler, die untersuchen, warum das Immunsystem auf harmlose Nahrungsmittel reagiert, haben spezifische Sensoren in Darmimmunzellen identifiziert, die Bestandteile von Nahrungsproteinen erkennen. In einer Studie an Mäusen fanden Forscher sieben verschiedene Sensoren in spezialisierten Darmimmunzellen, die auf Proteine im Futter der Tiere reagierten.
Fünf dieser Sensoren wurden durch Maisprotein, einer durch Weizenprotein und einer durch Sojaprotein aktiviert. Diese Sensoren erkannten spezifische Bereiche, sogenannte Epitope, wobei das häufigste Epitop auf einem Maisprotein zu finden war. Spezialisierte Zellen, die dieses Maisprotein erkannten, traten bei Mäusen im Alter von etwa vier Wochen auf, zeitgleich mit der ersten Aufnahme des Nahrungsproteins. Diese Zellen kommunizierten mit anderen Immunzellen, um eine Immunreaktion gegen das Nahrungsprotein zu verhindern, was auf einen Mechanismus zur Toleranzentwicklung hindeutet.
Dr. Elizabeth Sattely von der Stanford University, eine der Studienleiterinnen, erklärte, dass Nahrungsmitteltoleranz nicht einfach nur eine fehlende Immunreaktion sei, sondern ein aktiver und adaptiver Prozess. Bestimmte Darmzellen überwachen kontinuierlich die Nahrungsaufnahme, suchen gezielt nach Proteinen und signalisieren dem Immunsystem, wenn Lebensmittel unbedenklich sind, so die Studie.