Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat El Salvador die Eliminierung von Trachom als öffentliches Gesundheitsproblem bestätigt und damit einen wichtigen Meilenstein für das Gesundheitssystem des Landes erreicht. Trachom ist weltweit die häufigste infektiöse Ursache für Erblindung.

Die Validierung erfolgte über mehrere Jahre mit gezielten Untersuchungen zwischen 2023 und 2026, wobei der Fokus auf Gemeinden mit spezifischen umweltbedingten und sozialen Risikofaktoren lag. Diese Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf eine aktive Trachomübertragung, keine Krankheitsanzeichen bei Kindern und keine fortgeschrittenen Fälle, die bei Erwachsenen zur Erblindung führten. Damit wurde bestätigt, dass Trachom in El Salvador kein Problem der öffentlichen Gesundheit mehr darstellt.

Der Erfolg El Salvadors spiegelt ein starkes politisches Engagement, strategische Investitionen und die Einbindung der Bevölkerung wider. Zu den Maßnahmen gehörten eine verbesserte primäre Gesundheitsversorgung, verbesserte Wasserversorgung, Sanitäranlagen und Hygiene (WASH), optimierte augenärztliche Versorgung sowie die Zusammenarbeit zwischen Regierung, Gemeinden und internationalen Partnern.

Um diesen Status aufrechtzuerhalten, wurden Systeme mit geschultem Gesundheitspersonal, integrierter Überwachung und der Fähigkeit zur Erkennung und Behandlung von Trichiasis-Fällen innerhalb des nationalen Gesundheitssystems eingerichtet. WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus bezeichnete diesen Meilenstein als wichtigen Schritt hin zum globalen Ziel der Trachom-Eliminierung bis 2030.

Der salvadorianische Gesundheitsminister Francisco Alabi zeigte sich stolz darüber, dies innerhalb von drei Jahren erreicht zu haben, und hob die Unterstützung der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation und der kanadischen Botschaft hervor.