Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki sicherte sich Ladji Doucouré den Titel im 110-Meter-Hürdenlauf mit einem Vorsprung von nur 0,01 Sekunden. In 13,07 Sekunden schlug er den Chinesen Liu Xiang, der 13,08 Sekunden lief. Der viermalige Weltmeister Allen Johnson aus den USA wurde mit 13,10 Sekunden Dritter. Doucouré sagte, er habe seinen Sieg erst geglaubt, als er die Wiederholung auf der Großleinwand sah. Er beschrieb das Rennen als „brutal, einen echten Kampf bis zum Schluss“. Er räumte die hohe Konkurrenz ein und merkte an, dass das Ergebnis in einem anderen Rennen anders ausgefallen sein könnte und dass er nicht unbedingt der beste Hürdenläufer aller Zeiten sei, sondern an diesem Tag der Beste.

Doucourés Leistung 2005 bedeutete eine deutliche Verbesserung gegenüber dem olympischen Finale 2004 in Athen, wo er im Vorlauf (13,18 Sekunden) und Halbfinale (13,06 Sekunden) französische Rekorde aufstellte, aber an der letzten Hürde stürzte und vom zweiten auf den achten Platz zurückfiel. 2005 präsentierte sich Doucouré flüssiger, konstanter, schneller und kraftvoller – das Ergebnis intensiven Trainings in der Saisonpause unter Trainer Renaud Longuèvre. Anfang 2005 gewann er bei den französischen Meisterschaften in Angers den Europameistertitel über 60 Meter Hürden in der Halle und stellte mit 12,97 Sekunden einen neuen französischen Rekord auf.

Doucourés Sieg in Helsinki machte ihn zum ersten französischen Athleten seit Guy Drut, der 1976 Olympiagold gewann und damit einen Weltmeistertitel über 110 Meter Hürden errang. Beide Athleten teilen sich zudem den Titel des französischen U20-Zehnkämpfers – Doucouré im Jahr 2001 und Drut im Jahr 1968. Der Spike aus Doucourés siegreichem WM-Finale wurde dem Museum der Welt-Leichtathletik gespendet und unterstreicht damit die Bedeutung dieses Erfolgs für die französische Leichtathletik.

Aufgewachsen bei einem malischen Vater und einer senegalesischen Mutter im Pariser Vorort Viry-Châtillon, hat Doucouré Bescheidenheit bewiesen, unter anderem, indem er eine Antrittsprämie, die er nach einem Fehlstart bei einem Golden-League-Meeting im Jahr 2004 verdient hatte, an Kinder in seinem Leichtathletikverein spendete.