Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Ein Bericht des britischen Wetterdienstes (Met Office), veröffentlicht von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), besagt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Jahr zwischen 2026 und 2030 wärmer als 2024 sein wird – dem bisher wärmsten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen –, bei 86 % liegt. Zudem wird eine Wahrscheinlichkeit von 91 % festgestellt, dass die globalen Durchschnittstemperaturen in diesem Zeitraum vorübergehend 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau liegen werden. Dieser Schwellenwert ist zentral für das Pariser Klimaabkommen. Obwohl diese vorübergehenden Überschreitungen die langfristigen Ziele des Abkommens – die auf eine anhaltende Erwärmung abzielen – nicht gefährden, verdeutlichen sie die zunehmende Häufigkeit extremer Hitzewellen. Die erwarteten globalen Temperaturanstiege zwischen 2026 und 2030 liegen zwischen 1,3 °C und 1,9 °C über dem Durchschnitt von 1850 bis 1900, wobei die Wahrscheinlichkeit, dass der Fünfjahresdurchschnitt 1,5 °C übersteigt, bei 75 % liegt. Laut Hauptautor Leon Hermanson könnte ein für Ende 2026 vorhergesagtes El-Niño-Ereignis die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass 2027 ein neuer Temperaturrekord aufgestellt wird.

Prognosen zufolge wird sich die Arktis deutlich schneller erwärmen als der globale Durchschnitt. Die Wintertemperaturen der nächsten fünf Jahre werden voraussichtlich 2,8 °C über dem Basiswert von 1991–2020 liegen – mehr als dreimal so hoch wie der globale Anstieg. Der Bericht geht von einem weiteren Rückgang des Meereises aus, insbesondere in der Barentssee, der Beringsee und dem Ochotskischen Meer. Das schwindende Meereis verstärkt die Erwärmung, indem es die Reflektivität des arktischen Lichts verringert und Ökosysteme, Wettermuster und die Lebensgrundlagen der Menschen in der Region beeinträchtigt.

Mit der Erwärmung werden auch Veränderungen der globalen Niederschlagsmuster erwartet. Für die Sahelzone, Nordeuropa, Alaska und Sibirien wird zwischen 2026 und 2030 mit zunehmenden Niederschlägen gerechnet, während für das Amazonasgebiet und Teile der Subtropen trockenere Bedingungen prognostiziert werden. In höheren nördlichen Breiten ist in den kommenden Jahreszeiten mit feuchteren Wintern zu rechnen.