Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Branch Technology Inc. aus Chattanooga, Tennessee, hat das Freeform 3D-Druckverfahren entwickelt. Dieses innovative Verfahren ermöglicht die Herstellung leichter Gitterstrukturen für Gebäude anstelle der herkömmlichen Schicht-für-Schicht-Methode. Dadurch lassen sich modulare, optisch ansprechende Architekturelemente wie Wandpaneele und Fassadenverkleidungen realisieren, die sowohl effizient als auch stabil sind. Laut David Goodloe vom Advanced Concepts Team von Branch Technology reduziert das Verfahren den Materialverbrauch, da keine vollständig massiven Bauteile gedruckt werden müssen.

Branch Technology konnte seinen Fortschritt teilweise durch die Teilnahme an der NASA-Wettbewerbsreihe „3D-Printed Habitat Challenge“ vorantreiben, einem Wettbewerb zur Entwicklung von Habitaten für die Erforschung des Weltraums. Das Unternehmen gewann 2017 die zweite Phase des Wettbewerbs. Tracie Prater, technische Leiterin der NASA, merkte an, dass sich der Wettbewerb zwar auf den Bau von Habitaten für planetare Oberflächen konzentrierte, Branch aber auch die bedarfsgerechte Fertigung von Systemen und Versorgungsgütern für den Innenbereich von Druckhabitaten erforschte.

Das Unternehmen entwickelte spezielle Düsen zum Extrudieren von Gitterstrukturen und herkömmlichen Massivschichten, die häufig in Wandpaneelen kombiniert werden. Dieses Verfahren ermöglicht die Herstellung stabiler Träger für Befestigungselemente bei gleichzeitig geringem Gewicht. Die verwendeten Materialien orientierten sich an den Anforderungen der NASA-Challenge, die Druckmaterialien forderte, die Marsstaub, Gestein und Recyclingmaterialien von Missionen ähneln.

Branch entwickelte im Rahmen seiner Materialforschung einen basaltfaserverstärkten Kunststoff und optimierte darauf aufbauend seine 3D-Druckfarben für die Erde. Das Technologietransferprogramm der NASA, das dem Space Technology Mission Directorate angegliedert ist, unterstützt die Anpassung von Weltrauminnovationen wie diesem 3D-Druckverfahren an Anwendungen auf der Erde. Die NASA stellt solche Technologien regelmäßig in ihrer Publikation „Spinoff“ vor, die den kommerziellen und öffentlichen Nutzen der Weltraumtechnologie aufzeigt.