Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt die Demokratische Republik Kongo (DRK) und Uganda bei der Bekämpfung eines Ausbruchs des seltenen Ebola-Virusstamms Bundibugyo, der sich durch engen Kontakt verbreitet. Seit dem 15. Mai arbeiten UN-Organisationen an Eindämmungsmaßnahmen und betonen, dass sich das Virus häufig innerhalb von Familien bei der Pflege ausbreitet, so Anaïs Legand, technische Mitarbeiterin der WHO.

Frau Legand beschrieb Ebola als eine Krankheit, die hauptsächlich durch engen Kontakt übertragen wird, und betonte, wie wichtig es sei, dass Familien und Gemeinschaften den Kontakt zu symptomatischen Personen vermeiden. Sie wies auf die hohe Letalität dieses Virusstamms hin, deren Sterblichkeitsrate auf 30 bis 50 Prozent geschätzt wird, und unterstrich damit die Bedeutung von Prävention und frühzeitigem Zugang zu medizinischer Versorgung, um die Heilungschancen zu verbessern.

Die WHO hat Experten einberufen, um potenzielle Behandlungen und Impfstoffe zu bewerten. Drei Therapeutika – die monoklonalen Antikörper MBP 134 und Maftivimab sowie das antivirale Medikament Remdesivir – werden für klinische Studien an bestätigten Fällen priorisiert. Das orale antivirale Medikament Obeldesivir wird ebenfalls für die Anwendung nach Exposition untersucht. Zur Prävention wurden zwei Impfstoffkandidaten identifiziert, die nach Verfügbarkeit von Impfstoffdosen weiter evaluiert werden sollen.

Laut WHO erfordert die Eindämmung von Ebola-Ausbrüchen die volle Einbindung der Bevölkerung, die frühzeitige Erkennung von Symptomen und eine zeitnahe Diagnostik. Frau Legand nannte einen kürzlichen Genesungsfall in der Demokratischen Republik Kongo als Beispiel für die Auswirkungen einer solchen Einbindung und optimierten unterstützenden Behandlung.

Der Ausbruch findet in einem schwierigen Umfeld statt, insbesondere in der Provinz Ituri, wo 1,2 Millionen Menschen humanitäre Hilfe benötigen und anhaltende Konflikte die Hilfsmaßnahmen erschweren. Die WHO arbeitet eng mit den betroffenen Regierungen zusammen und baut gleichzeitig die medizinischen Versorgungskapazitäten in der Region dringend aus.